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Std he 1

Rene_Korall · Nr. 33806

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Rene_Korall ist seit Dezember 2011 Parkschützer.

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Parkschützer der Stufe 'Grün'

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Ich erkläre hiermit öffentlich gegenüber Politikern und Bauherren, dass ich jegliche Bauprojekte strikt ablehne, denen der Stuttgarter Schlossgarten ganz oder auch nur in Teilen zum Opfer fallen würde!

Persönliches Motto

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„Vorbei ist es erst, wenn es rum ist.“

Rene_Koralls letzte Statements

  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #bericht #brandschutz #S21 #entfluchtung #behinderte #swr

    Tunnelevakuierung bei S21 - ein Vorgschmack

    Gerade berichtet das SWR diesen brisanten Zwischenfall in Mainz:

    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/feuerwehr-mainz-rettet-menschen-zug-in-tunnel-ueberhitzt-und-evakuiert-100.html

    Die Kurzfassung: S-Bahn bleibt im Tunnel in Mainz stehen, genauer b. d. Haltestelle Römisches Theater. Der/Die TF versucht es mit einem Software-Reset (1,5 h), aber ohne Erfolg. Als zusehends mehr Notrufe aus dem stickigen Zug eingehen und eine Frau kollabiert, beginnt die Feuerwehr mit der Evakuierung. Als sie ankam, war wohl schon der Regio-Notdienst der Bahn dabei, den Zug zu evakuieren. Alle Fahrgäste - auch ein Rollstuhlfahrer - konnten den Zug wohlbehalten verlassen.

    Interessant dabei: "Deutsche Bahn: Haben Evakuierung mit Feuerwehr eingeleitet" - das lies sich für mich, wie wenn hier die Koordinierung unterblieb und die Bahn wie immer in solchen Situationen das gemacht hat, was sie am besten kann: Nichts.

    Das zeigt für mich deutlich, daß bei einem Zugbrand in S21 mit der tiefsten Stelle außerhalb des Bahnhofes sehr wahrscheinlich nur wenige Menschen aus dem Zug kommen, vulgo überleben werden. Mobilitätseingeschränkte Personen eher nicht.

    #bericht #brandschutz #s21 #entfluchtung #behinderte #SWR

    5 Kommentare · Alle Kommentare laden
    • albra »

      "Fast zeitgleich ging um 19:26 Uhr ein Notruf aus einem Zug in der Feuerwehrleitstelle ein. Eine Frau gab an, dass nun die S-Bahn in der sie sitz seit anderthalb Stunden im Tunnel stünde, es sei stickig und ihr würde übel. Ein Kontakt zur Notfallleitstelle bestätigte, dass eine S-Bahn aufgrund eines Defektes im Mainzer Tunnel steht. Um die Lage zu erkunden wurden Einsatzkräfte zum Hauptbahnhof entsandt. Zunächst war nicht klar, wo der Zug genau steht, was einige Telefonate zur Klärung bedeutete. Immer mehr Personen meldeten sich aus dem Zug über den Notruf und baten um Hilfe. Als dann ein Notruf kam, dass eine Person im Zug kollabiert sei, wurde die Gleissperrung aller Gleise in den beiden Tunnels bei der Bahn angefordert und Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes an das Nordportal, den Tunneleinschnitt und das Südportal geschickt. Um 20:18 lag dann die Gleissperrung vor, so dass die Einsatzkräfte nun auch zum Zug, der sich zu zwei Dritteln im alten Mainzer Tunnel und zu einem Drittel im Tunneleinschnitt befand, vordringen konnten." https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/171463/5812262

      Evakuierung erst nach ca 2:30 H. Abwarten, bis akute Notfälle eintreten?

      albra
      34209
    • FraTreno »

      Kommt anscheinend doch häufiger vor, dass im Tunnel etwas liegenbleibt. An den Tunnelmündern sollten Vorrichtungen vorhanden sein, die in diesem Falle den havarierten Zug, der ja in der Regel durchaus noch rollfähig ist, aus den muffigen Tunnel zu ziehen. Ich nenne das mal "Nottraktor". Wie so etwas aussähe, da bin ich, auf neudeutsch: technologieoffen. Ich weiss, es gibt Tunnelrettungszüge irgendwo im Land verteilt, die müssen aber erst über Trassen herbeigeschafft werden, die aber oft in enger Taktung durch Planverkehre belegt sind und machen eigentlich nur bei Grossereignissen Sinn. Die Nottraktoren könnten verhindern, dass es erst zu Grossereignissen kommt und zeitnah den Zug ans Tageslicht ziehen und so, neben der befreienden Situation der Insassen natürlich, die dringend benötigte Trasse wieder freimachen für den Planverkehr. Bei den Gesamtkosten für den Bau von Tunneln ist der Mehraufwand sicherlich marginal, als Plusnutzen sorgt er für die Stabilisierung des Gesamtsystems Bahnnetz.

      FraTreno
      1216
    • Walter Steiger »

      @FraTreno: "Die Nottraktoren könnten verhindern, dass es erst zu Grossereignissen kommt ..." 🤣😂😅

      Walter Steiger
      376
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  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #grünen #Kern

    ... am Ende will es niemand gewesen sein - Catherine Kern bei Europawahl-Diskussion am 8.5.2024 in Künzelsau

    Am letzten Mittwoch, den 8. Mai 2024 hatte die Evangelische Kirchengemeinde Künzelsau in die dortige Johanneskirche zu einer Diskussionsveranstaltung zur Europawahl geladen. Sie begann um 19 Uhr, und die Moderation übernahm Pfarrer Dr. Jörg Hübner. Von den #Grünen war Catherine #Kern mit dabei und neben den Kandidaten anderer Parteien auch Finn Pfaller von der FDP. Während Pfaller in seinem Eröffnungsstatement noch abstrakt von "Baustellen der Nation" sprach, kam von Kern rein gar nichts in diese Richtung. Dafür kritisierte sie das Ungarn Viktor Orbáns, in es ihrer Meinung nach "korrupt" zugeht.

    Die Diskussion war in zwei Runden aufgeteilt: In der ersten mußten die Kandidatin / die Kandidaten europapolitische Fragen von Pfarrer Dr. Hübner beantworten. In der zweiten konnten dann alle Besucherinnen und Besucher selbst Fragen stellen. Leider galt meine erste Frage einem anderen Thema, und ich kam leider nicht nochmal dran. So sprach ich Kern am Ende dann persönlich an:

    Ich: "Frau Kern, Sie haben gerade Ungarn kritisiert, daß es dort so korrupt zugeht. Stuttgart 21 wäre aber meiner Meinung dort genauso gelaufen. Wäre es nicht an der Zeit...[umzukehren und das ganze neu zu überdenken]?" Zu dem Teil in den Klammern kam ich nicht mehr, denn Kern lief unvermittelt weg mit der Begründung, sie müsse jetzt "Fotos machen".
    Ich, nach zwei halblebigen Grinsefotos: "Frau Kern, so geht das nicht. Also, zu Stuttgart 21..."
    Kern: "Ich beantworte keine Fragen zu Stuttgart 21."
    Ich: "OK, dann schreibe ich das so im Internet."
    Kern: keine Reaktion.

    Da verließ ich dann die Veranstaltung. 2016, im Landtagswahlkampf, hatte sie sich immerhin noch gewundert, warum alles immer teurer wird: https://www.parkschuetzer.de/statements/188521

    0 Kommentare
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  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #S21 #ITS #kopfbahnhof #bericht #tiefbahnhof #obenbleiben #TGA #ETCS #brandschutz

    Eng und duster - der aktuelle Tag der Offenen Baustelle bei Stuttgart 21

    Statt zu Neujahr wie vor Corona hatte die Projektbau Stuttgart-Ulm dieses Jahr zu Ostern zu ihrem "Tag der Offenen Baustelle" geladen - genauer für die Tage vom Ostersamstag, 30. März bis zum Ostermontag, 1. April. Ich war am Sonntag Nachmittag vor Ort und konnte einige sehr interessante Einblicke gewinnen - siehe dazu auch die Collage.

    Nach der Ankunft in Stuttgart Hbf (oben) quälte ich mich zunächst einmal mit vielen anderen Reisenden über den riesigen Umweg über die LBBW bis vor den Bonatzbau. Mit etwas Mühe und schließlich der erhellenden Auskunft von der Mahnwache fand ich auch den Baustelleneingang im Schloßgarten. Rasch erhielt ich von einem Mitarbeiter des Servicepersonals einen Lageplan und stürzte mich damit schnell ins Getümmel. Mein primäres Ziel war es diesmal, einen direkten Eindruck der Tiefbahnhofshalle mit den Lichtaugen zu bekommen, das hatte ich an den vergangenen Terminen immer nur von außen gesehen. Ich ging also über den Südeingang in den komplett entkernten Bonatzbau - ein deprimierender Anblick. Es stauten sich dort bereits schon mehrere Hundert Besucher. Ich kam mit einem Herrn neben mir ins Gespräch und äußerte aufgrund der ganzen Baurisiken meine Zweifel, daß das alles jemals in Betrieb geht. Er meinte sinngemäß, daß man(n) "mit dem Fortschritt" gehen müsse. Auf meine Nachfrage, worin dieser bestehe, entgegnete er: "In der Computertechnik".

    Über ein Nadelöhr von einem Treppenturm ging es dann nach rechts aus dem Bonatzbau heraus auf die Zugangsebene des Tiefbahnhofs. Es herrschte dort nur Halbdunkel, aber auch im Bereich der freiliegenden Lichtaugen war der Eindruck düster und beklemmend. Die gesamte Breite dieses Gebildes kam mir subjektiv vor wie zwei bis drei der Doppelbahnsteige im Kopfbahnhof oben. Die Vorstellung, daß diese kleine, niedrige, düstere Halle auch nur die jetzigen Besucherströme des Stuttgarter Hauptbahnhofs aufnehmen soll - irreal. Auch die fleckigen Kelchstützen trugen das ihre zum negativen Gesamteindruck bei. Nun wollte ich eigentlich nur noch raus - aber das ging nur langsam. Vor dem nächsten Treppenturm hatte sich wieder eine große Menschentraube gebildet. Mein Kommentar in die Runde: "Noch nicht eröffnet und schon zu klein". Es ging dann noch über das Dach mit den Lichtaugen zum nördlichen Rand der Tiefbahnsteighalle, von dort schaffte ich es in den "ITS - Info-Turm Stuttgart" und von dort wiederum in den Kopfbahnsteigbereich des richtigen Bahnhofs. Erleichtert atmete ich auf, daß ich wieder draußen war.

    Im Anschluß machte mich mich für ca. 2 h ans Flugblattverteilen. Ich stellte mich vor den Eingang Schloßgarten, den ich zuvor selbst benutzt hatte und bot den Besucherinnen und Besuchern "kritische Fakten" zu S21 an, genauer das aktuelle Flugblatt von Martin Poguntke, daß S21 kippt. Es kam sehr gut an, wüste Beleidigungen wie noch 2020 (s. https://www.parkschuetzer.de/statements/207034) blieben aus. Eine Frau meinte mit entnervtem Gesicht zu mir: "Wir hatten doch die Volksabstimmung." - Ich: "Auf was gründete sie - außer Lügen?" - Keine Reaktion von ihr. Vielleicht ein Viertel der Menschen, die die Baustelle betraten, schaute nur auf die Vorderseite des Blattes und ging dann stumm weiter. Einigen davon rief ich dann auf schwäbisch zu: "Achtung: Doa drin ischs eng un duschter. Nur das ihrs wissed." Eine Frau kam - offensichtlich nach ihrem Besuch - erneut auf mich zu und kritisierte, wie ich denn dazu käme, das zu behaupten, sie fände das nicht. Ich: "Weil das mein Eindruck war. Freie Meinungsäußerung." Diesen meinen Eindruck kritisierten anfänglich auch die zwei Bahnmitarbeiter, die wenige Meter entfernt die Lagepläne ausgaben.

    Schneller als gedacht hatte ich dann aber erstaunlich viele Flugblätter verteilt, noch dazu unterstützte mich ein Mitstreiter weiter oben an der Zugangsrampe. Ich ging daraufhin nochmals in die Baustelle, weil ich noch eine eher grundlegende Frage hatte. Gleich neben dem Eingang stand eine Dame mit Bauhelm und orangem Overall, da ich mich nicht nochmal durch das Gewusel kämpfen wollte, sprach ich sie direkt an: "Halten Sie es für die Akzeptanz unseres Rechtssystems für förderlich, daß S21 sehenden Auges Brandschutzstandards verletzt? Und sogar klagendem Bürgern wie vor dem VG Stuttgart im November das Recht abgesprochen wird, das vor Gericht überhaupt geltend zu machen?" Sie: "Dazu kann ich leider nichts sagen - aber morgen ist der Geschäftsführer da." Ich: "Hm - ich habe mir halt heute den Baustellenbesuch eingeplant." Sie wollte dann von ihrem Fachgebiet, der Leit- und Sicherungstechnik beginnen, als mich vier Sicherheitsmitarbeiter umringten. Einer davon warf mir vor, ich würde Flugblätter verteilen. Ich verneinte und antwortete wahrheitsgemäß: "Ich habe keine Flugblätter mehr." Er meinte dann noch: "S21 minus - das geht hier nicht." Ich dann: "Was meinen Sie mit 'S21 minus'?" Er: "Die Stuttgart-21-Gegner." Ich: "Ich wollte hier nur Fragen stellen, das war in den vorigen Jahren eigentlich kein Problem." Er begründete seine Reaktion damit, daß es in der Vergangenheit diesbezüglich aufgeheizte Situationen gegeben habe, aber Fragen zu stellen, ist natürlich in Ordnung. Wir unterhielten uns noch etwas über das Projekt: Ich äußerte meine Einschätzung, daß der Kopfbahnhof zunächst temporär erhalten werden muß, und dann wegen der ganzen Baurisiken im Untergrund (Gipskeuper, Brandschutz) dauerhaft. Sein Kollege gab sich diesbezüglich zunächst noch ungläubig, aber ich konnte ihm meine Argumente näherbringen. Er bot mir am Ende des Gesprächs noch an, ich könne ruhig noch etwas die Baustelle "bestreifen". Da ich an diesem Tag aber mit keiner Antwort auf meine Frage mehr rechnen konnte und sich die Öffnungszeit langsam dem Ende neigte, verabschiedete ich mich freundlich und verließ zügig das Gelände.

    Siehe auch
    https://www.parkschuetzer.de/statements/215775
    https://www.parkschuetzer.de/statements/215766
    https://www.parkschuetzer.de/statements/215764

    #S21 #ITS #Kopfbahnhof #Bericht #Tiefbahnhof #obenbleiben

    Angehängtes Bild:
    2024_03_31_S21_TdOT_Collage.png
    2 MB

    17 Kommentare · Alle Kommentare laden
    • Uli Völker »

      Das geht halt nur in Stuttgart. Die Lügner, Heuchler und sonstigen Pharisäer rufen zum "Tanz um das goldene Kalb" (s.a.(Ex32,1–29 ), ausgerechnet an Ostern!. Und die leichtgläubige und teils fromme S21-Schar kommt zu Hauf.
      Na ja, Moses hat wohl nicht reinkarniert (oder keine Zeit?), aber waren wenigsten Claus Schmiedel und Paul Bräuchle zum Weihrauchschwenken da?
      Ich könnte so was von ...., könnte ich.

      Uli Völker
      2244
    • zapf »

      @Stopsignal Alles Umsteigen! : Welche Lumenwerte für welche Zeitintervall hatte der größenwahnsinnige s21-Baumeister Ingenhoven vertraglich garantiert?
      Welches Datum wurde bei der Simulation der Lichteinfälle genutzt? 10 Minuten am Tage der Sonnenwende?

      Wer glaubt dem größenwahnsinnigen s21-Baumeister Ingenhoven irgendwas? Wenn ja, ab wieviel Promille Restalkohol?

      zapf
      25537
    • Stopsignal Alles Umsteigen! »

      Welche Lumenwerte? Er verstieg sich ja sogar in die Behauptung, die Glasscheiben der Lichtaugen könnten gleichzeitig noch Solarenergie liefern! Ich denke nicht, daß er wirklich so naiv ist. Er ist eben vor allem ein billiger ähm teurer Jakob, der weiß wie man zahlenden Kunden das Maul wässrig macht.

      Stopsignal   Alles Umsteigen!
      5484
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  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #volksabstimmung #schwarzer #donnerstag #Protest? #brandschutz #Minderleistung #Lückenpresse

    Gut gebrüllt, Papiertiger - Beitrag der Zeit online zu Stuttgart 21 und ein bißchen auch dem JazzOpen-Festival

    In dem folgenden Beitrag setz sich Zeitautor Peter Kümmel mit dem Oeuvre der Stadt Stuttgart - zunächst architektonisch:

    https://www.zeit.de/2023/20/jazzopen-stuttgart-21-jazz-festival?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

    "Die hellhörige Stadt

    Was hier gespielt wird, versetzt alle in Schwingung: Das Festival Jazz Open feiert die Urbanität mitten im Chaos von Stuttgart 21.

    Von Peter Kümmel

    Stuttgart war einst berühmt für seine Reinlichkeit. Wer die Stadt nicht kannte, wusste doch, mit welchen Begriffen sie in Verbindung gebracht werden wollte: Mercedes, Porsche, Bosch, Kehrwoche. Seit einigen Jahren bietet ihr Zentrum allerdings einen unauskehrbaren Anblick: überall Schutt, wachsende Berge von Abraum. Als habe ein im Untergrund wühlender Riesenkrake an weit auseinanderliegenden Stellen der Stadt mit seinen Armen die Erdoberfläche durchstoßen.

    Zentrum der Verwüstung ist der Hauptbahnhof. Er wurde bei laufendem Betrieb tranchiert und unterhöhlt, es wird nämlich dem alten, von Paul Bonatz entworfenen Bau ein neuer Tiefbahnhof wie eine riesige Schublade untergeschoben. Stuttgart 21 heißt das Milliardenprojekt, welches die Bürgerschaft auf Jahrzehnte in Bann hält und riesige Flächen, die jetzt noch mit Gleisen belegt sind, für den Bau von Gebäuden (und für die Immobilienspekulation) freiräumt. Die Stadt befindet sich in einer Phase der Verwandlung, aber derzeit wirkt es eher, als implodiere sie stetig und in Zeitlupe. 2,6 Milliarden Euro sollte der Bau mit allen seinen die Hügel untergrabenden Tunneln ursprünglich kosten, nun wird von bis zu zehn Milliarden gesprochen. Im Februar 2010 begann der Bau; mit einer Vollendung des Projekts ist noch lange nicht zu rechnen. Unmittelbare Folge für Zugreisende: Über die Aushublandschaft des Bahnhofsviertels hinweg werden die Passagiere mittels eines geisterbahnhaften, im Zickzack laufenden Rampensystems in die Innenstadt geleitet.

    Wer jetzt zum ersten Mal in Stuttgart eintrifft, der könnte auf die Idee kommen, der Zug sei entführt und auf einen riesigen Schrottplatz, eine Art Hades, umgeleitet worden: zur Endverwertung. Man muss sich von dieser Ankunft erst mal erholen. [...]"

    Da sage ich mir: Wow, liebe Zeit. Als ob ihr das nicht von vorneherein gewußt hättet. So ein Beitrag 2011 hätte uns womöglich die #Volksabstimmung gerettet.

    #Schwarzer #Donnerstag ?
    #Protest? Fehlender #Brandschutz ? #Minderleistung ? #Betrug ?

    Alles Fehlanzeige in diesem larmoyanten Beitrag der #Lückenpresse . Ich hoffe, daß es im Mai nicht schon da war - korrigiert mich ggf. gerne.

    Angehängtes Bild:
    2023_09_17_S_Hbf.JPG
    1 MB

    0 Kommentare
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  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #schlossgarten #Tunnelmedium #StZN #Stereotypen, #Lügen #macht #Obrigkeit #schwarzer #gewalt #S21 #Lückenpresse #Tunnelpresse #Tunnelmedien #grünen

    Stuttgart und die Gewalt

    In dem folgenden Beitrag berichten die StZN-Redakteure Tim Höhn und Janey Schumacher über die Krawalle vom Samstag, die lt. den Autoren Teil eines "Konflikt[s] unter Eritreern" sind:

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gewaltexzess-am-roemerkastell-ein-tag-der-stuttgart-veraendert.c7a0d4b0-fd04-46e4-ad6b-5b96a775126c.html

    Gleich zu Beginn heißt es darin: "Es ist einer dieser Tage, der sich ins kollektive Gedächtnis einer Stadt brennt, wie der Schwarze Donnerstag, als der Protest um S 21 eskalierte..."

    Das liest sich so, als hätten damals die Demonstranten im #Schloßgarten die Lage eskaliert - was definitiv falsch ist. Das #Tunnelmedium #StZN genügt sich hier in den gängigen #Stereotypen, die so gerade keine #Lügen sind. Und letztere müssen ja bekanntlich immer wieder wiederholt werden.

    Die #StZN sind offensichtlich überfordert mit der Analyse komplexer(er) Situationen, wenn dabei #Macht und #Obrigkeit involviert sind.

    Besser wäre diese Formulierung: Am Schwarzen Donnerstag eskalierte die Polizei auf Betreiben der Landesregierung den Konflikt um die verfassungswidrige Verkleinerung des Stuttgarter Hauptbahnhofs - Arbeitstitel "Stuttgart 21". Mit Schlagstöcken, Wasserwerfern und Pfefferspray vertrieb sie Tausende friedliche Demonstranten aus dem Schloßgarten. Der Einsatz wurde im Nachhinein als rechtswidrig eingestuft.

    #Schwarzer Donnerstag #Gewalt #S21 #Lückenpresse #Tunnelpresse #Tunnelmedien

    4 Kommentare · Alle Kommentare laden
    • zapf »

      Nix Neues aus Wilden Nopperstan!

      Wenn freundlich-friedliche Klimaschützer demonstrieren, dann lässt IM Strobl (€DU) 100e Sturmtruppen aufmarschieren.
      Wenn Jubelperser aus Diktaturen auftreten, dann wird die Minimalbesetzung eingesetzt.
      Penis-Polizsten-Chef Strobl gibt sich total überrascht trotz Vorwarnungen aus anderen Städten.
      Wenigstens hat die €DU im Ländle und der Schuster-Clone Noppter schöne Bilder für den €DU-Wahlkampf.

      https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gewaltexzess-am-roemerkastell-ein-tag-der-stuttgart-veraendert.c7a0d4b0-fd04-46e4-ad6b-5b96a775126c.html "...
      Es ist einer dieser Tage, der sich ins kollektive Gedächtnis einer Stadt brennt, wie der Schwarze Donnerstag, als der Protest um S 21 eskalierte, wie die Stuttgarter Krawallnacht im Sommer 2020. ..."

      Von den Content-Generatoren des widerlichen s21-Käsblättle war nix anderes zu erwarten.
      Der blutige €DU-Wahlkampf-Coup Schwarzer Donnerstag sollte auch die richtigen Bilder für die verrottende €DU im Ländle liefern.

      zapf
      25537
    • zapf »

      Nein. Doch. Ohhh.

      https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-und-die-eritreer-wieder-nichts-geahnt.0bcfb17f-519d-43e1-83b9-36dadc716a6f.html "...
      Wieder nichts geahnt?
      18.09.2023 ...
      Die Stadtverwaltung hat den Streit zwischen Eritreern nicht ernst genug genommen, kommentiert Jörg Nauke.
      Jörg Nauke ...
      Sollten Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) und sein Ordnungsbürgermeister Clemens Maier (Freie Wähler) geglaubt haben, die republikweite Empörung über die langen Warteschlangen vor der Ausländerbehörde seien aktuell ihr größtes Problem, sind sie am vergangenen Wochenende eines Besseren belehrt worden. Es geht immer noch schlimmer: Schon am Karsamstag vor zwei Jahren hatten sie wegen einer nicht verhinderten und völlig aus dem Ruder gelaufenen Demonstration von Coronaleugnern gemeinsam mit der Polizei dafür gesorgt, dass man sich für Stuttgart fremdschämen musste. ..."

      QAnon-Verkäufer und Diktatoren-Freunde sind nie ein Problem für €DU-Verweser Nopper und seinen nützlichen FW-Idioten.

      zapf
      25537
    • Rene_Korall »

      Der Autor Autor Matthias Nikolaidis führt in dieser Quelle aus, daß die Angreifer z. T. aus der Schweiz (!) anreisten und der Gießener #Grünen - Verordnete Klaus-Dieter Grohe viel mit dieser "eigenartigen Form des politischen Protests" "gemein" hat.

      https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/stuttgart-krawalle-eritrea-festival/

      Ungeachtet der sonstigen Ausrichtung dieser Seite ein schwerer Vorwurf, den ich als Stadtverordneter dann doch gerichtlich überprüfen und ggf. untersagen lassen würde.

      Rene_Korall
      33806
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  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #Interview #lenz #S21 #Hohenlohebahn #kannibalisierung

    Sag mir, wo die Schienen sind

    Am letzten Donnerstag traf ich überraschend den Alt-OB von Künzelsau Volker Lenz beim Bäcker. Ich hatte mit ihm zuletzt 2017 im Rahmen einer CDU-Veranstaltung zur Verkehrspolitik gesprochen, siehe https://www.parkschuetzer.de/statements/197239.

    Seine Amtszeit erinnerte mich primär daran, daß die Schienen der Oberen Kochertalbahn von Waldenburg nach Forchtenberg noch 2002 herausgerissen wurden, im Juni 2003 aber schon die Bauarbeiten für die S-Bahn-Erschließung nach Öhringen begannen. Auf die weiterführende Elektrifizierung der KBS 783 (Heilbronn-Schwäbisch-Hall-Hessental) wurde damals ebenfalls verzichtet.

    Inzwischen kam jedoch Bewegung in sowohl die durchgehende Elektrifizierung, s. z. B.
    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/kreistag-hohelohekreis-machbarkeitsstudie-hohenlohebahn-kochertalbahn-100.html
    als auch die Reaktivierung der Kochertalbahn, s.
    https://www.stimme.de/regional/hohenlohe/nachrichten/sonstiges/reaktivierung-der-kochertalbahn-land-sieht-gute-chancen-art-4763059.

    Daran erinnerte ich mich nun, als Volker Lenz gerade aus der Bäckerei kam und ich gerade dabei war, mein Fahrrad zu besteigen. Ich hatte die Absicht, mich konstuktiv und sachlich mit ihm zu unterhalten.

    - Ich sprach ihn an: "Herr Lenz"?
    - er, noch lächelnd: "Ja?"
    - dann erkannte er mich wohl auch und meinte herablassend: "Fahren Sie in die Schule?"
    - Ich: "Und Sie? In den Kindergarten?" u. weiter: "In das Stadtbahnprojekt kommt ja jetzt Bewegung. Der Investitionsrahmen sind hier 274 Mio. Euro."
    - Lenz: "Das ist ja noch gar nicht so sicher, ob das kommt."
    - Ich, auf die 2002 herausgerissenen Schienen anspielend: "Ich möchte hier einmal für mehr Weitsicht werben." -
    - Er. Schweigen.
    - Ich: "Wie beurteilen Sie denn die Aussage 'Ohne Stuttgart 21 wird die Region abgehängt' heute?"
    - Er: "Ich bin auf jeden Fall für Stuttgart 21."
    - Ich: "Ich meine: Wie bewerten Sie die Aussage von damals, daß die Region abgehängt werde, heute?"
    - Er: "Welche Region?"
    - Ich: "Unsere."
    - Er: Schweigen.
    - Er: "Ich kann mich nicht erinnern, daß ich das so gesagt habe."
    - Ich: "Ich meine die Aussage der Presse von damals."
    - Er: "Ja, die schreiben viel...."
    - Ich: "Ist ja auch egal, zahlt ja ohnehin alles der Steuerzahler."
    - Ich wollte dann schon gehen: "Machen Sie's gut. Viel Spaß in der Schule. Pobieren Sie es mal mit Gemeinschaftskunde."
    - Er (lief mir nach): "Sie sind ein Schlaumeier. Sie meinen, alles besser zu wissen."
    - Ich: "Ich habe Ihnen nur eine Frage gestellt. Und Sie haben mir eine ausweichende, blöde Antwort gegeben. Viel Spaß im Kindergarten. Und gute Fahrt." Dann ging ich.

    #interview #lenz #s21 #hohenlohebahn #kannibalisierung

    5 Kommentare · Alle Kommentare laden
    • Michael Große »

      @Dorothea

      Das kenne ich nur allzu gut von der eigenen Verwandtschaft. Ich glaube, es ist bei vielen Leuten einerseits Trotz, andererseits ein gehöriger Minderwertigkeitskomplex vorhanden. Das sagt mancher auch ganz direkt: man beweise mit S21, dass man was könne.
      Dagegen kann man mit Vernunft nicht angehen, weil es nicht um die Sache, sondern um projizierte Wünsche und Sehnsüchte geht.
      Dennoch halte ich mit Sachargumenten stets dagegen. Das bin ich schon mir selber schuldig, von nachfolgenden Generationen ganz abgesehen.

      Michael Große
      8883
    • Dorothea Geiges »

      Genau so ist es, Michael!
      Und Nachdenken ist ja für viele so mühsam...
      Deswegen erst recht OBEN BLEIBEN!

      Dorothea Geiges
      136
    • Wolfgang Weiss (Autonomer Bad. Aktivist) »

      Danke für den aufschlussreichen Erlebnisbericht 😉
      Herrlich Rene´ - sowas gefällt mir ja immer 😅👍!!!

      "Welche Region?"

      "Unsere Region"!

      Vor allem: "Ich habe Ihnen nur eine Frage gestellt. Und Sie haben mir eine ausweichende, blöde Antwort gegeben. Viel Spaß im Kindergarten."

      Die S21-Fanatiker hassen nichts mehr als penetrant KRITISCHE Fragen.
      Hat sich auch bei mir oft bewährt.
      Der Lenz (€dU) verhält sich damit ähnlich wie der 18-jährige JU-Bubi, dem ich vor der damaligen Volksabstimmungsfarce an unserem Infostand in Karlsruhe begegnet bin.🙄

      Sein "Argument": "Ich bin voll für S21, Alter, das ist nämlich unsere Zukunft. Weil, wenn das fertiggebaut ist, kann ich ganz schnell von hier über Stuttgart zum Oktoberfest nach München durch den schööönen Tunnelbahnhof fahre und mit den Kumpels voll Party machen!"

      Das hätte mich dann doch (fast!) überzeugt 😂

      Mehr kritisch-konstruktive Fragen wagen.
      Das bringt den €dU-Kindergarten zur Verzweiflung

      Wolfgang Weiss (Autonomer Bad. Aktivist)
      16099
    Sie müssen sich einloggen, um kommentieren zu können.
  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #mafia #Ndrangheta #lavorao #S21 #Immobilienmafia

    Mafia-Länd BaWü

    In der folgenden Podcast-Reihe hat der SWR eine TrueCrime-Serie zum 2018 verhafteten Mario L. (Lavorato, RTL) produziert:

    https://www.swr.de/mafia-land/mafia-land-swr-true-crime-podcast-100.html

    Etwas verklausuliert heißt es dazu:

    "Ndrangheta, die größte italienische Mafia Organisation

    Verdiente die kalabrische Mafia früher hauptsächlich ihr Geld mit Geldwäsche, Drogen und Schutzgelderpressung, hat sie ihr Geschäftsfeld längst sehr erfolgreich erweitert: Große Immobilienprojekte, Flüchtlingsunterkünfte, Windparks. Sie erzielt dadurch mit geschätzt 53 Milliarden Euro einen fast doppelt so hohen Jahresumsatz wie die Deutsche Bank"

    Hm, dann scheint diese 'Ndrangheta so etwas wie eine Parallel-Politik zu sein. Der Begleitext ließt sich für mich aber eher so, daß da lediglich ein führender Kopf verhaftet wurde, ohne daß das Geschäftsmodell ernstlich gefährdet wäre...

    #mafia #ndrangheta #lavorao #s21 #immobilienmafia

    1 Kommentare
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  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #Gastel #Kern #Kupferzell #grünen #Standardisierte #Bewertung #Hohenlohebahn #hermann #Schwanhäußer #Anhydrit #Tunnel #bericht #S21 #machtbesessen #Ebner #Hofreiter #prayon #bülow

    Stuttgart 21 als "S-Bahn-ähnlicher Fernverkehr" -
    MdB Matthias #Gastel und MdL Catherine #Kern
    zu Gast in der Akademie #Kupferzell

    Schon vor einigen Tagen, genauer am Freitag, den 3. Februar 2023, hatten die #Grünen für 19:30 Uhr zu einem Vortrag von MdB Matthias Gastel und MdL Catherine Kern in Kupferzell eingeladen. Veranstaltungsort war die Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell, das Thema lautete "Bahnpolitik im Bund und in Hohenlohe".

    Ich war kurz nach 19 Uhr vor Ort, und anders als bei vergleichbaren Veranstaltungen war vor Ort noch nichts aufgebaut oder geöffnet, so daß ich schon fürchtete, der Termin fällt aus. Ich drehte noch eine runde über das weitgehend dunkle Areal und dachte schon daran, wieder zu gehen. Just in diesem Moment fuhr eine Dame mittleren Alters mit ihrem Audi-SUV in den Hof der Akademie. Ich fragte gleich nach, ob ich hier für die grüne Veranstaltung richtig bin, was sie bejahte. Offenbar war der Termin recht kurzfristig anberaumt worden, denn nur 14 Zuhörerinnen und Zuhörer fanden den Weg in die Akademie, unter ihnen auch der grüne Kreisrat Norbert Gut. Es gab dann sogar noch Apfelsaft und Sprudel zu trinken, wofür die Referenten dann jedoch um eine Spende zur Gegenfinanzierung baten.

    Inhaltlich begann das Programm mit einer kurzen, ca. 20-minütigen Präsentation Gastels. Bei ihm als Referenten rechnete ich schon mit ähnlich unverbindliche Aussagen und Worthülsen wie vor recht genau fünf Jahren in Lauda zum selben Thema, siehe https://www.parkschuetzer.de/statements/200305. Nach recht allgemeinen Forderungen zur CO2-Reduktion oder nachhaltiger Mobilität wurde es dann doch konkreter: Gastel stellte verschiedene sog. "Kleinmaßnahmen" vor. Darunter fällt u. a. der Einbau zusätzlicher Weichen (etwa auf der Stecke Tübingen-Stuttgart) oder die "Bündelung und Stärkung von Bahnhofsprogrammen". Dazu zählt z. B. die Ertüchtigung der Station in Oppenweiler auf der Murrbahn, die gleichzeitige Zugeinfahrten aus beiden Richtungen ermöglichen soll. Für mich nicht viel - aber immerhin mehr und konkreter als früher. Planerisch ging Gastel noch auf das Bestreben ein, die #Standardisierte #Bewertung zu verbessern und die #Hohenlohebahn vollends zu elektrifizieren. Für den ein oder anderen Lacher sorgte noch sein geäußerter Wunsch, Bahnhöfe sollten keine "Gruselorte" sein. Bei der Neubaustrecke Nürnberg-Berlin bemängelte er: "Man baut erst mal und schaut dann, was man draus machen kann." Nach dem kurzen Vortrag gab es dann noch mindestens 1 1/2 Stunden Zeit für Fragen und Diskussion mit den beiden Politikern.

    Bei all seinen bahnpolitischen Ambitionen hatte Gastel Stuttgart 21 recht konsequent ausgespart, und so stellte ich ihm grob die folgende Frage: "Herr Gastel, gehört zu Ihrem Punkt 'Bahnhofsprogramme bündeln + stärken' auch Stuttgart 21? Der Bahnhof ist zu klein, siehe den Gäubahntunnel und den Vorschlag von VM Winfried #Hermann zu einer zusätzlichen (!) unterirdischen (!) Ergänzungsstation. Der Brandschutz ist bei der neuen Station komplett ausgespart. Passiert da etwas, oder wird das ein 'Gruselort'? Sollten wir uns nicht besser daran gewöhnen, daß der Kopfbahnhof erhalten bleibt?" Gastel antwortete darauf - alles sinngemäß: "Mit Bündelung hat das nichts zu tun. Stuttgart 21 ist ein eigenwirtschaftliches Projekt, finanziert von der Bahn. Der Bund gibt dazu einen Festkostenbetrag. Die Kapazität reicht für die ersten Betriebsjahre, es fehlt jedoch jegliches Entwicklungspotenzial. Stuttgart 21 paßt ferner nicht zum Deutschland-Takt. Was dort geplant ist, ist ein S-Bahn-ähnlicher Fernverkehr. Der Deutschland-Takt soll eigentlich ein Umsteigen in alle Richtungen ermöglichen. Die Fahrgastwechsel sind mit 2 min. knapp bemessen, das geht nicht, die Taktung ist zu eng. Die Doppelbelegungen sind für so einen Neubau ungewöhnlich und problematisch. Von daher macht die Idee von Hermann zu einer Ergänzungsstation schon Sinn, denn der Tiefbahnhof ist u. a. von der LBBW-Gründung eingekeilt. Prof. #Schwanhäußer hatte schon von vorneherein für ein 9. Gleis ausgesprochen. Aber in einer Demokratie entscheiden Mehrheiten - Zwischenruf von mir: 'Ich dachte: Fakten.' Gastel: Man muß sich S21 wie eine Eigentümergemeinschaft vorstellen: Jede Änderung muß gemeinsam abgestimmt werden: Die Stadt Stuttgart will das Gleisvorfeld. Zwischenruf von mir: 'Für Luxusimmobilien.' Gastel weiter: Der Verband Region Stuttgart hat sich im Vorfeld sehr für Stuttgart 21 positioniert. Den Brandschutz untersuchen Experten, das muß fachlich bewertet werden." Ich war ehrlich überrascht über diese ausführliche Antwort und nahm den Ball wieder auf: "Ich höre da heraus, daß die Gesamtsituation schon zu verfahren ist, der #Anhydrit drückt bereits die #Tunnel zu. Warum machen wir nicht einfach Stuttgart 22, außerhalb, und diesmal richtig?" Gastel, wieder alles sinngemäß: "Es könnten für den Betrieb Auflagen notwendig werden. Außerdem haben wir zahlreiche Verbesserungen erreicht, etwa die zweigleisige Wendlinger Kurve und das zusätzliche Gleis beim Nordzulauf. Hier wird die Strecke bis zum Hbf verlängert, ansonsten ist die Kapazität zu klein. Ich daraufhin: "Nehmen Sie Cannstatt." Gastel: "Insgesamt gibt es immer noch ziemliche Animositäten, die Angst vor einen Gesichtsverlust ist zu groß, die Befindlichkeiten in Stuttgart zu empfindlich."

    Ich war insgesamt überrascht von der Offenheit Gastels, meine Zwischenrufe nahm er sehr sportlich. Ich hätte eigentlich viel ausweichendere Antworten erwartet. Fait für mich: S21 ist tot, und alle wissen es. Sein Scheitern ist für mich nach diesen Eindrücken immer mehr nur noch eine Frage der Zeit.

    #bericht #s21

    Angehängtes Bild:
    2023_02_03_Gastel_Kupferzell_kl.png
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    • Rene_Korall »

      @ basisdemokratisch 8:36 II: Ganz ähnlich agierten Harald #Ebner und Anton #Hofreiter in Crailsheim vor dieser Wahl: https://www.parkschuetzer.de/statements/159938

      Heißt für mich: Das war Parteilinie, damals....

      Rene_Korall
      33806
    • Ulrike Braun »

      Es sind *Partei*politiker - nichts anderes ist/war zu erwarten. Die Folgen für was auch immer spielen keine Rolle.

      Sehr schön noch mal aktuell analysiert hier von Christine #Prayon in aller Kürze: https://www.youtube.com/watch?v=FgXTB_3KtRI (offensichtlich notwendiger Triggeralarm: Achtung, enthält farbunabhängige Parteienschelte)

      Man kann sich's auch etwas länger von Ex-MdB Marco #Bülow ausm Nähkästchen heraus erklären lassen: https://youtu.be/WwAbZf52Kq0
      Oder ihn gleich lesen - lohnt sich!!: Marco Bülow. Lobbyland - Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft
      192 Seiten, 12,5 x 21 cm, brosch. ISBN 978-3-360-01378-1
      Buch 15,– €
      https://lobbyland.de/

      DEN auf der MoDe - wär das nicht mal was??
      ++++++++++++++++++++++++++++

      Danke, René, für Deinen Einsatz! Sehr gut!

      Ulrike Braun
      182
    • Rene_Korall »

      @ alle: Danke für die Anerkennung!

      @Ulrike 19:11. "Es sind *Partei*politiker - nichts anderes ist/war zu erwarten. Die Folgen für was auch immer spielen keine Rolle."

      Leider war das schon mein Eindruck von Winfried Kretschmann im Sommer 2010, es muß irgendein Talkshow-Auftritt gewesen sein, da dachte ich mir: Was steigert sich dieser Mann so künstlich in das Thema rein - dem geht es um etwas anderes (nämlich die Macht per se, Wissensstand 2022), das meint der nicht ernst.

      Deswegen habe ich auch aufgehört, Parteien zu mögen, und zwar alle. Vielleicht mit der Satire-Partei "Die Partei" als Ausnahme. Denn sie ist "sehr gut". Das o. g. Benehmen der Herren hindert die Folgen überdies nicht daran, einzutreten, im Gegenteil, es beschleunigt diesen Prozeß...

      Rene_Korall
      33806
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  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #S21 #Geologischen #Problemen #Brandschutz. #volksabstimmung #investoren #bericht #Grüne #arroganz #Ebner #Eyb #stetten #cdu #hermann #Reaktivierung #Nebenbahn

    Herr Minister wünschen keine Fragen - Winfried Hermann (Grüne) auf dem Bahnhofsfest in Gerabronn

    Für das Wochenende vom 10./11. September hatte der Förderverein des Bahnhofs Gerabronn - genauer gesagt der Förderverein Nebenbahn Blaufelden - Gerabronn - Langenburg e. V. - zu seinem diesjährigen Bahnhofsfest geladen. Am heutigen Sonntag gab es für Fahrradfahrer/-innen etwa die Tour de Hohenlohe, eine Ausstellung zur Geschichte dieser Bahnstrecke und um 10 Uhr auch den Besuch des grünen Verkehrsministers Winfried Hermann. Für mich war das nach über zwei Jahren Corona-Pause wieder einmal ein willkommener Termin.

    Vorab muß unbedingt erwähnt werden, daß die Mitglieder des Vereins die seit 1996 brachliegende Bahnstrecke mühevoll von Baum- und sonstigem Bewuchs befreit haben und in ebensolcher Kleinarbeit den Bahnhof Gerabronn restaurierten und zu einen Kulturbahnhof ausgebaut haben. Ebenso gaben sie zahlreiche Machbarkeits- und weitere Studien in Auftrag mit dem Ziel, die Strecke zunächst einmal über touristischen Verkehr im Sommer zu reaktivieren. Siehe hierzu auch die Website des Vereins: www.nebenbahn.info

    Um 10 Uhr traf dann Winfried Hermann ein - und mit ihm unerwartet gleich noch einige Land- und Bundestagsabgeordnete: MdL Arnulf von Eyb (CDU), MdB Christian von Stetten (CDU), MdL Catherine Kern (Grüne), MdB Harald Ebner (Grüne) oder die mir bis dato unbekannten MdB Kevin Leiser (SPD) und MdL Jutta Niemann, wiederum von den Grünen. Harald Ebner mußte mich sofort erkannt haben, denn er lief gleich vor mir davon, wohl eingedenk unseres letzten Treffens im August 2021 in Schwäbisch Hall, wo ich ihm bereits unangenehme Fragen zu #S21 gestellt hatte, s. https://www.parkschuetzer.de/statements/210759

    Der Vorsitzende des Vereins, Marc Müller, führte die Politprominenz dann über das Gelände und durch das Bahnhofsgebäude, und nach einem kurzen musikalischen Begrüßung durch die Stadtkapelle Gerabronn gab es dann verschiedene Grußworte zum Fest. Den Auftakt machte VM Hermann, er lobte u. a. die Arbeit des Vereins für das Projekt, das jetzt nicht "so groß sei wie z. B. Stuttgart 21" - Zwischenruf von mir - "Aber besser". Es folgten einige Lacher. Gegen Ende seines Beitrags erwähnte er dann noch die verschiedenen Störungen im Bahnverkehr - etwa "wenn in Stuttgart ein Vogel in die Oberleitung fliegt" - Ich: "...wenn es stimmt". Es folgten dann noch weitere Redebeiträge, Arnulf von Eyb etwa eröffnete seinen mit der Ankündigung, er habe "ein Konzept für sein Grußwort, falls er einen Blackout bekommt". Daraufhin mußte ich lachen....

    Nachdem alle geendet hatten und nochmal die Stadtkapelle aufspielte, trat ich an VM Hermann heran, ob ich ihm einige kurze Fragen stellen könnte. Er fragte mich, wer ich sei, ich antwortete mit meinem Klarnamen und daß ich für parkschuetzer.de schreibe. Da verzog er schon etwas das Gesicht. Meine erste Frage zielte auf das Radwegenetz in BaWü ab, und daß hier die letzten 10 Jahre nur sehr wenig gebaut wurde. Statt einer Antwort bat mich Hermann, die Fragen seiner Mitarbeiterin zu stellen. Daraufhin übersprang ich meine zweite Frage nach S21 und den #geologischen #Problemen bzw. den fehlenden #Brandschutz. Ich fuhr dann fort: "Eine kurze Frage noch am Schluß: In Deutschland hat sich die politische Stimmung die letzten beiden Jahre zusehends radikalisiert - siehe die ganzen Montagsdemos. Die Grünen haben bei der #Volksabstimmung bei S21 mit Punkten argumentiert, die damals schon nicht stimmten. War das damalige Regierungshandeln: Kuschen vor den #Investoren und der Immobilien"branche" bei gleichzeitigem Ignorieren von Wählerwillen und Allgemeinwohl bereits Blaupause für das heutige grüne Regierungshandeln? Hat Ihre Partei die heute beklagte Radikalisierung damals nicht erst ins Rollen gebracht?" Hermann darauf, mit aufgerissenen Augen und wutverzerrtem Gesicht: "Das ist eine unverschämte Frage. Wenden Sie sich an meine Mitarbeiterin." Ich ließ ihn dann wortlos stehen. Die Eile, die er vorgeschützt hatte, erwies sich als fadenscheinig: Er stand danach noch sicher 1 1/2 h mit den grünen Mandatsträgern zusammen und unterhielt sich mit ihnen.

    Um diese Erfahrung reicher holte ich mir erst einmal etwas zu essen und unterhielt mich noch mit zwei Bekannten, die ich zufällig dort getroffen hatte und ging dann nach Hause.

    #Bericht #Grüne #Arroganz #S21 #Ebner #Eyb #Stetten #CDU #Grüne

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    • NeutrinoPower »

      die These der Radikalisierung ist schwer zu beweisen, wenn die Grünen nach der Volksabstimmung das Projekt gestoppt hätten, würden andere (SPD, CDU) die Grüne als radikal betrachten, was gut gewesen wäre, aber wir wären dann trotzdem radikal. Also ich kann es verstehen, dass VM Winne es als unverschämt empfindet und würde versuchen diplomatisch zu bleiben und über die Sache zu reden. Immerhin hatte ich auf einer Infoveranstaltung im Juli 2022 von ihm gehört "Ich bin überzeugt, dass es eine Ergänzungsstation für die Verkehrswende braucht, egal ob unterirdisch oder oberirdisch, am billigsten ist natürlich oberirdisch, da müssen wir nur ein bisschen sanieren."
      "Es fehlen die S21-Gegner_innen" um für eine Ergänzungsstation zu kämpfen.
      "Es müssen sich die Mehrheitsverhältnisse in den Parlamenten ändern"
      und noch Äußerungen zum VRS

      NeutrinoPower
      32705
    • Rene_Korall »

      @Stopsignal 22:28: "Ich hatte den Eindruck, daß die Grünen über das Scheitern der VA froh und erleichtert waren, auch wenn sie das natürlich nicht zugeben konnten." Genau den Eindruck hatte ich auch. Ich sah aber bereits damals das Risiko der Frustration und der o. g. Radikalisierung. Möglicherweise wollten sich die Grünen auch im Bund weiter der CDU anwanzen können o. ä.

      @Stopsignal 22:50: ...das haben sie ja auch selbst auf den Demos immer vorausgesagt. Und das ist gut so, daß S21 dauerhaft stecken bleibt. Auf die Todesfalle von einem Mini-Tiefbahnhof mit Chaosfahrplan verzichte ich gerne.

      @NeutrinoPower 00:06: Nun ja: Frustration ist die Quelle der Aggression. Und was bitte wäre damals radikal daran gewesen, ein so sinnloses Projekt zu beenden? Am radikalsten war doch immer noch die Wortwahl der Medien. Und was Hermann da von der / den Ergänzungsstationen faselt, ist doch nur der Versuch, Murks mit noch mehr Murks zu heilen. Bekommt der Tiefbahnhof damit einen funktionierenden Brandschutz? Wie sieht es mit der Taktung der Fahrpläne zwischen beidem aus? Das alles kann und wird er mit einem sanierten Kopfbahnhof einfacher haben. Warum bitte sollte ich für so etwas kämpfen?

      Rene_Korall
      33806
    • Stopsignal Alles Umsteigen! »

      Also jetzt mal im Ernst: was meint der grüne Hermann eigentlich mit "Radikalisierung"? Wer oder was soll sich denn radikalisiert haben?
      Daß S21 ein radikal schädliches Projekt ist, daran sind WIR doch nicht schuld!
      Gehts um den zerstörten Bauzaun und um die knalltraumatisierten Polisten?

      Bis heute wurde doch garnicht geklärt, wer diesen Silvesterknaller in das umzäunte GWM geworfen hat.

      Außer diesem Böller erinnere ich mich an nichts, was den Vorwurf, wir hätten uns radikalisiert, irgendwie nachvollziehbar machen könnte.

      Stopsignal   Alles Umsteigen!
      5484
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  • Rene_Korall
    33806
    Rene_Korall » #nzz #S21 #Tunnelmedien #Lückenpresse #presse #schweiz #rückbau

    Realitätsnäher, aber immer noch euphemistisch

    Die #NZZ wird beim grundlegenden Charakter von #S21 schon deutlicher als die hiesigen #Tunnelmedien bzw. die #Lückenpresse :

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/deutsche-bahn-auf-den-spuren-einer-langjaehrigen-misere-nzz-ld.1692304

    "Die Mängel im operationalen Geschäft haben laut Weibel zu einem suboptimalen Produktionsplan und einer fragwürdigen Investitionspolitik mit isolierten prestigeträchtigen Einzelprojekten geführt. [...] Für Letzteres ist «Stuttgart 21», der komplette Neubau des Bahnhofs der baden-württembergischen Landeshauptstadt, laut Weibel und Knorr zum Sinnbild geworden."

    S21 ist ein komplett sinnloser Rückbau eines bestehenden und funktionierenden Bahnknotens - und damit schwerlich ein "prestigeträchtiges Einzelprojekt".

    Immerhin benennt es der Artikel einmal deutlicher, ebenso wie die ungünstigen und falschen Rahmenbedingungen bei unserer Bahn.

    #presse #schweiz #s21 #rückbau

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