Dieter Meyer · Nr. 1413
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Parkschützer der Stufe 'Grün'
Persönliches Motto
Dieter Meyers letzte Statements
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Dieter Meyer »
Die Götter sind (zur Zeit) gegen uns:
Von Mappus zu Kretschmann,
Von Wulff zu Gauck,
vom Regen in die Traufe.Von Schuster zu ???
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Dieter Meyer »
Entschuldigt bitte, falls das hier schon mal gepostet wurde, aber mir kommt zur Zeit immer wieder dieses Lied in den Kopf.
http://www.youtube.com/watch?v=Dek2m_uB4Ew
So alt es auch ist, es passt leider noch immer. Daran sieht man, wie wenig sich zum Guten verändert hat in unserem Staat.
Na ja, die genannten Zahlen stimmten für Stuttgart nicht ganz, bei den Bäumen: zum Glück, bei den Baumschützern: leider. -
Dieter Meyer »
Herzliche Einladung an alle mitlesenden Proler, die heute morgen in der Umgebung des ehemaligen Schlossgartens ein paar Umwege machen mussten und denen es seither langsam dämmert was dieser Stadt bevorsteht:
Morgen, Sa. 18.Febr.2012 14:30 Schlossplatz StuttgartWie heißt es so schön: Im Himmel ist mehr Freude über einen Verirrten der doch noch zur Einsicht kommt, als über 99 Schlaue, die es schon immer gewusst haben (so oder so ähnlich).
Jeder hat das Recht seine Meinung zu ändern, dazu ist es nie zu spät und keiner wird deshalb ausgeschlossen, ganz im Gegenteil.
Herzlich willkommen im Kreis der friedlichen Wutbürger.Bezug: STZ-Online: "Die Absperrgitter stehen vielen im Weg"
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-die-absperrgitter-stehen-vielen-im-weg.f89eb1ba-8cef-4a90-b40d-6d5de6171523.html2 Kommentare-
Feldhase Im Schlossgarten »
Absperrgitter lassen
Die Absperrgitter sollten während der gesamten Bauzeit von S21 bleiben! Auf diese Weise merkt jeder, auch die Projektbefürworter und Nein-Sager bei der Volksabstimmung, was für ein "tolles Projekt" S21 ist. Ist die Sperrung auch als einer der 21 Vorteile zu S21 gelistet? Da gehört es auf jeden Fall hin!Dies ist mein veröffentlichter Beitrag dazu.
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Stopsignal Alles Umsteigen! »
Keine Angst, die Hamburger Gitter werden durch hohe stabile Gitter ersetzt. Nicht daß noch jemand in die Grube fällt...
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Dieter Meyer »
Stuttgarter Zeitung von heute, 16.02.2012, Seite 20: halbseitiges Interview mit Ministerpräsident Kretschmann. Überschrift:
"Der Kampf gegen Stuttgart 21 ist vorbei"Es ist nun wirklich unerträglich, was dieser Mann von sich gibt.
Beispiel:
"Wer jetzt noch Sachargumente vorbringt, die schon Gegenstand der Abstimmung waren, verkennt die Wirklichkeit, in der wir leben".Herr Kretschmann, wer jetzt noch nicht kapiert hat, dass er einzige Gegenstand der Abstimmung die Finanzierungsbeteiligung des Landes war, verkennt die Wirklichkeit. Kein Mensch hat darüber abgestimmt, ob Bäume gefällt oder ein Baudenkmal abgerissen werden soll.
Beispiel:
"Aber ich hoffe, dass die Gegner aus dem Aktionsbündnis auch dazukommen, das Ergebnis der Volksabstimmung im Grundsatz zu akzeptieren".Herr Kretschmann, IM GRUNDSATZ akzeptieren die Gegner das Ergebnis der Volksabstimmung schon lange. IM GRUNDSATZ war das Ergebnis nämlich, dass die Mehrheit will, dass sich das Land finanziell an einer Verbesserung der Bahn-Infrastruktur in und um Stuttgart beteiligt. IM GRUNDSATZ wurde nicht darüber abgestimmt, dass dafür der Bonatzbau und der historische Schlossgarten zerstört werden sollen. Dass dies für das vom Volk gewünschte Infrastrukturprojekt gar nicht nötig ist, hat schließlich die Schlichtung gezeigt.
Beispiel:
Bildunterschrift unter dem Bild von Kretschmann: "Das Volk hat das letzte Wort gesprochen", sagt Winfried Kretschmann.Herr Kretschmann, wofür wurden Sie eigentlich gewählt und wozu brauchen wir sie eigentlich noch an diesem Platz wenn Sie keinen Gestaltungsspielraum mehr sehen. Ihr Juniorpartner in Gestalt des Superministers darf regieren wie er will, die Bahn darf machen was sie will und Sie geben dem Volk die Verantwortung, das habe es so gewollt.
Das Volk hat eine Grundsatzentscheidung über die Finanzierung gefällt, die Umsetzung und die Gestaltung fällt aber in Ihre Verantwortung und die Ihres Verkehrsministers. Da kann man sich nicht einfach wegducken.
Nach wie vor ist die Finanzierung nicht geklärt, die Risiken sind nicht ausgeräumt, die Planung der Bahn ist noch nicht fertig. Im Schlossgarten hat sie vielleicht Baurecht, aber wenn sie mit dem Tunnel oben auf den Fildern ans Tageslicht kommt, hat sie keines mehr. Da wäre ein weites Betätigungsfeld für einen MP, der zum Wohles seines Volkes handeln will - und soll. Statt dessen höre ich immer nur: Das Volk hat entschieden, der Kampf ist vorbei, die Bahn darf jetzt machen was sie will.Das gleiche Trauerspiel wie beim Wohnungsdeal der LBBW. Gegen die Interessen des Landes und der Bürger darf der LBBW-Chef die Wohnungen an eine Heuschrecke nach Augsburg verhökern, ihr Superminister ist dafür, sie ducken sich weg und halten hinterher "die Entscheidung" für vertretbar. Ist das nun eine LANDES-Bank oder nicht und sind Sie nun der Ministerpräsident dieses Landes oder nicht?
(Entschuldigt diese Abschweifung, ich wohne seit 35 Jahren in so einer Wohnung - aber bestimmt nicht mehr lange !).Wenn das Volk entschieden hat und die Bahn Baurecht hat und Herr Kretschmann überhaupt nichts gestalten kann, dann hätten wir auch Herrn Mappus behalten können. Herr Kretschmann ist nicht nur der erste grüne MP, er wird mit Sicherheit auch der letzte sein. Und ich dachte immer, die Grünen hätten anders als die anderen Parteien wenigstens eine Basis die so etwas verhindern könne.
Indem Herr Kretschmann die Verantwortung für alles "dem Volk" zuschiebt, auch dafür, worüber es gar nicht abgestimmt hat, mißbraucht er die Demokratie und diskreditiert das Instrument der Volksabstimmung.
Übrigens:
Überschrift über der ganzen Seite in der Stuttgarter Zeitung:
"Nach der Räumung: Die grün-rote Regierungskoalition sieht ihren internen Hauptkonflikt überwunden"Genau das ist das Problem: für die Koalition mit der SPD haben Sie, Herr Kretschmann, ihren Widerstand gegen S21 aufgegeben und sich auf Vorschlag von Herrn Schmid auf diese fragwürdige "Volksabstimmung" eingelassen. Und das als größere der beiden Koalitionsparteien!
#presse #meinung #Kretschmann #Grüne7 Kommentare · Alle Kommentare laden-
Edith Mann »
@Isolde, vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn tatsächlich ein Vorfall die Polizei zum ausflippen gebracht hätte.Wir haben unseren Ruf als gewaltbereite Chaoten eh schon weg, aber dann hätten die Grünen auch ihr Fett weg bekommen. So sonnt sich Kretsche in seiner ach so friedfertigen Haltung auch noch. Weg mit ihm!
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Pelikan »
Unerträglich dummes Geschwätz von diesem dahergelaufen Sigmaringer.
Kretschmann muss weg.
Prio aber hat Merkel, die Mutter allen Übels.
Sie ist Haupttäterin. -
Heidrun Ritter »
Dieter Meyer, ich gebe Dir in allem, was Du geschrieben hast, RECHT.
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Dieter Meyer »
Frage:
Was wäre jetzt eigentlich schlimmer, wenn der Ministerpräsident noch Mappus und die Verkehrsministerin noch Gönner heißen würden?Oder anders gefragt:
Kann wir mal ein Mensch erklären, worin dieser sog. Politikwechsel nun bestehen soll, den wir angeblich gewählt haben?Heute ist bei der CDU bestimmt ein Freudentag. Nicht nur weil dieser angebliche Schandfleck im Park geräumt ist. Der CDU hätte doch nichts besseres passieren können als dass die Grünen nun S21 bauen. Damit erledigen die sich nämlich nun selbst. Der erste grüne MP in Deutschland wird als Totengräber der Grünen in die Geschichte eingehen.
Eigentlich wollte ich diese Stadt, in der ich seit 40 Jahren lebe und mit deren Geschichte ich mich als Zugezogener beschäftigt habe, in dem Moment verlassen, wo die wirklich den denkmalgeschützten Bahnhof und den historischen Schlossgarten antasten. Aber inzwischen frage ich mich, ob ich nicht gleich das Land verlassen muss. Seit rund 30 Jahren habe ich diese Grünen gewählt und kaum sind sie an der Regierung möchte ich in diesem Land nicht mehr leben !!! So weit hat es kommen müssen.
Der sog. Landesvater läßt alle machen was sie wollen (vor allem seinen Juniorpartner Nils und die Bahn), Hauptsache er hat seine Ruhe und kann sich hinter der sog. Volksentscheidung verstecken.Mir scheint, der Herr Kretschmann versteht unter Demokratie: ich lasse das Volk entscheiden, dann muss sich selbst für gar nichts Verantwortung übernehmen.
Mehr Demokratie hat er uns versprochen und nun mißbraucht er die Demokratie.
Ich habe überhaupt nichts gegen Landwirte im Schwarzwald oder in Oberschwaben. Ich habe auch nichts dagegen, wenn man die fragt, ob sich das Land finanziell an einem Infrastrukturprojekt der Bahn in Stuttgart beteiligen soll, schließlich sind das ja auch Steuerzahler. Auch ich bin als lebenslanger Bahnfahrer für die Verbesserung dieser Infrastruktur.
Aber das Votum der Menschen FÜR eine finanzielle Landesbeteiligung an so einem Projekt nun als Vorwand zu nehmen, um in Stuttgart die brutale Zerstörung eines über Jahrhunderte gewachsenen Stadtbildes zu rechtfertigen - das halte ich für einen unerträglichen Mißbrauch der Demokratie, Herr Kretschmann. Das ist schlimmer als Mappus, der wollte das wenigstens wirklich aber Sie lassen es wider besseres Wissen einfach geschehen und verstecken sich hinter der sog. Volksabstimmung.
Aber niemand hat in dieser Volksabstimmung für die Abholzung der Bäume oder für die Zerstörung des Südflügels gestimmt, danach wurde nämlich gar nicht gefragt. Die Verbesserung der Infrastruktur für die die Menschen gestimmt haben wäre das ja auch gar nicht notwendig, wie die große Schlichtungsshow damals wirklich allen gezeigt und bewiesen hat.Und deshalb wäre es die Verantwortung des Ministerpräsidenten, des Verkehrsministers, der Partei, dafür zu sorgen, dass der Wille des Volkes (Infrastruktur der Bahn um Stuttgart verbessern) umgesetzt wird ohne dabei die Stadt zu zerstören. Die Alternativen wurden in der Schlichtung aufgezeigt, es fehlen nun die Politiker, die dafür Verantwortung übernehmen. Eigentlich dachten wir, dass wir genau diese gewählt haben, aber da haben wir uns offenbar täuschen lassen.
Dass ein grüner MP die Menschen über die Verwendung von Steuermitteln abstimmen lässt um sich selbst dann bei allen konkreten Einzelmaßnahmen aus der Verantwortung zu stehlen und die Verantwortung auch für jede überflüssige Einzelmaßnahme quasi dem Volk zuweist, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Gut, es gibt überall Versager. Aber ich dachte immer, die Grünen hätten anders als andere Parteien, eine Basis, die das notfalls korrigiert.
Aber Kretschmann als alter Politfuchs bezweckt natürlich Größeres mit seinem wohlwollenden Stillhalten: er will damit offensichtlich der CDU im Bund signalisieren, dass die Grünen "regierungsfähig" sind und als möglicher Partner dort zur Verfügung stehen, falls Frau Merkel die FDP verloren geht. Das Gegenteil wird passieren, Herr Kretschmann. Sie liefern hier den Beweis, dass man die Grünen überhaupt nicht braucht. Siehe meine Eingangsfrage. Was wäre jetzt schlimmer, wenn wir KEINE grüne Landesregierung hätten?Und warum sich Herr Kuhn als Kandidat für den OB-Sessel in Stuttgart zur Verfügung stellt weiß auch nur er. Glaubt er wirklich, dass die Menschen in Stuttgart so blöd sind um nochmal den Grünen eine Stimme zu geben?
32 Kommentare · Alle Kommentare laden-
Ursula-Becker »
Und wohin auswandern? Ich überlege täglich....falls Du einen lebens-
werten Ort gefunden hast, lasse es mich wissen ! -
ElisabethHD »
@Matthias: "Ich hab's übrigens schriftlich von der Landeswahlleiterin, dass sich durch die VA am Status Quo nichts geändert hat."
Gibts dazu ein Zitat? Diese Bestätigung würd mich sehr interessieren. -
Matthias / Der Empörte »
@ElisabethHD: Du hast PN.
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Dieter Meyer »
"Wollt ihr den totalen Krieg ?" hat Geißler gestern gefragt.
Die Antwort kam heute nicht von den Gegnern sondern von der Bahn selbst: Auftragsvergabe!Ich mag diese militante Sprache zwar nicht, aber angesichts des gestrigen Tages ist das heute nichts anderes als die Kriegserklärung der Bahn an die Bürger Stuttgarts. Und nicht zufällig hat Geißler auch mehrfach von der "Gefechtslage" gesprochen.
Nein, Herr Geißler, das wird nichts mit Ihrem "Frieden in Stuttgart" - UND DAS LIEGT NICHT AN DEN STUTTGARTER BÜRGERN !!!
Vermutlich haben Sie das ja auch selbst nicht anders erwartet und es war nur für die Geschichtsbücher wichtig, dass der Schlichter am Schluss einen "Friedensvorschlag" gemacht hat.
Die Bahn hat das "Baurecht" auf ihrer Seite, das hat ja auch Geißler schon im Herbst gleich zu Beginn der Schlichtung erklärt. Kefer grinst, denn daran hat auch der Politikwechsel in unserem Land nichts geändert: Auch die neue Regierung muss sich an die Verträge halten.
Ironie der Geschichte: das geht nun alles ausgerechnet unter dem ersten (und letzten ?!) grünen Ministerpräsidenten ab. Kretschmann & Co. (UND DAMIT DIE DEMOKRATIE) werden nun von der Bahn als Statisten vorgeführt und müssen nun auch noch die Polizeiaktionen zur Durchsetzung von deren "Baurecht" verantworten.Bessere Einsicht ist in diesem System gar nicht vorgesehen. Und selbst wenn heute kein einziger Mensch noch für S21 wäre, die würden es jetzt bauen, weil sie ja das "Baurecht" und die "Baupflicht" haben. Nicht mal die, die damals die Verträge unterschieben haben könnten das noch aufhalten, selbst wenn sie es heute wollten.
Und es ist offenbar auch völlig egal, wie dieses "Baurecht" zustande kam, mit welchen Täuschungen und falschen Zahlen (na ja, Griechenland ist ja auch mit falschen Zahlen in die EU gekommen).
Demokratie ? Vernunft ? Moral ?
Nein, "Rechtsstaatlichkeit" ist das oberste Prinzip.
Einmal geschlossene Verträge sind einzuhalten - und seien sie aus heutiger Sicht noch so falsch.Es ist einiges faul im Staate Deutschland. Stuttgart bekommt nun womöglich ein monumentales Denkmal für diese "Systemfehler". Aber Stuttgart wird, so oder so, auch immer dafür stehen, dass die Bürger nicht mehr länger bereit waren, irgendwelche Prinzipien über die Vernunft zu stellen. #meinung
8 Kommentare · Alle Kommentare laden-
zapf »
http://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_Gei%C3%9Fler "...
Willy Brandt warf ihm am 12. Mai 1985 vor, „seit Goebbels der schlimmste Hetzer in diesem Land“ zu sein. Geißler wertete dies als Reaktion auf seine Bemerkung zum diktatorischen System der DDR, die er im Zusammenhang mit einer von der SPD initiierten Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag des Endes der NS-Diktatur in Deutschland getätigt hatte. ..."So schließt sich nach 26 Jahren ein Kreis. Heiner Geißler bleibt das größte PR-Genie der CDU.
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Dieter Meyer »
@Petra u.a.
Hier das Geißler-Zitat etwa Min. 26:00
http://swrmediathek.de/player.htm?show=31a3ff00-ba0c-11e0-b035-0026b975f2e6 -
6831 »
Ja, Geißler hat das so gesagt. Und wurde auch in der StZ so zitiert.
Was mir unklar ist, warum die Bahn Aufträge vergeben kann, wenn die Landesregierung einen VE will. Warscheinlich bin ich naiv, aber - wo wir schon mit Zitaten reden - wer ist hier Herr im eigenen Land?
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Dieter Meyer »
Was wäre wenn ....
... Herr Kretschmann in den Koalitionsverhandlungen nicht die Position der SPD (Volksentscheid) übernehmen würde sondern von dieser die Abkehr von S21 verlangen würde ???
Die SPD hat schließlich das schlechteste Ergebnis in BW aller Zeiten erzielt !!!Die SPD-Spitze, die ja offiziell immer noch pro S21 ist, müsste sich diese Koalitionsvereinbarung von der Basis absegnen lassen: Gegen S21 = Politikwechsel mit den Grünen, weiterhin für S21 = Koalition mit der CDU (die Basis weiß, dass das das Ende der SPD wäre).
Ich traue einem Volksentscheid nicht, da kann noch vieles schief gehen. Die Grünen müssten zusammen mit der SPD S21 auch ohne Volksentscheid beenden (wollen sie ja wohl auch über den Stresstest, aber eine Koalitionsvereinbarung wäre sicherer).
Da bin ich ganz der Meinung unserer Kanzlerin: die Wahl ist (bzw. war) die Volksabstimmung über S21. Die Grünen haben sie gewonnen und jetzt die Aufgabe S21 zu beenden, dazu müssen sie das Volks nicht nochmal befragen.
#idee4 Kommentare · Alle Kommentare laden-
Knops »
Ich weiss allerdings von einigen menschen die GEGEN S21 sind und trotzdem SPD gewählt haben weil Grüne - das ist ja dann doch zu revolutionär!!! *lach* nur die CDU durfte es halt nicht sein...
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Mr Hyde+ »
S21 und Neubaustrecke Wendlingen-Ulm getrennt voneinander betrachten. Wenn, dann S21 Tiefbahnhof nur von den Stuttgarter Bürger entscheiden lassen und über die Neubaustrecke eine landesweite Entscheidung.
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Dieter Meyer »
@Mr_Hyde:
Genau das ist meine Angst vor dem Volksentscheid, dass er eben gerade nicht so gemacht wird. Eigentlich kann man gar nicht für oder gegen einen Volksentscheid sein, so lange man nicht weiß, wie der genau durchgeführt wird (welche Menschen, welche Fragen).
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Dieter Meyer »
Wasser im Wein ?
Ich will Euch ja nicht die Stimmung verderben, aber auch das sind Ergebnisse dieses Tages:1. Der schwarz-gelbe Traumgegner ist plötzlich abhanden gekommen !
Unterschätzt das nicht, der Kampf im eigenen Lager ist schwieriger als gegen einen so klaren Gegner. Die Begründung für den Stocker-Ausstieg und die sinnfreie Aktion am Nordflügel sind schon die ersten Anzeichen dafür.
Wie schön war das doch, als man seinen Frust noch an Mappus-Weg-Rufen und Witzen über Tanja auslassen konnte ! Das wird uns sehr fehlen !!!2. Auch im neuen Landtag ist keine einzige Partei vertreten, die S21 ohne Wenn und Aber ablehnt !
3. Eine Koalition der S21-Befürworter (schwarz-rot) hätte auch im neuen Landtag eine überwältigende Mehrheit.
4. Der große Wahlgewinner, Herr Kretschmann, hat nie definitiv gesagt, dass er S21 stoppen wird. Statt dessen hat er in letzter Zeit immer häufiger auf den Stresstest hingewiesen - und den Schlichterspruch, der - wie er heute zu meiner Überraschung sagte - zu 95% von "uns" stamme. Dieser Mann ist unglaublich geschmeidig. Und der soll nun Koalitionsverhandlungen führen mit einer Partei, die S21 befürwortet !!!!
Ich höre schon die ersten Kretschmann-Weg-Rufe, wenn der dann den Bauzaun vor dem Umfallen durch die Polizei schützen lassen muss.5. Was hat der Tag also der Verhinderung von S21 gebracht ?
Wenn es hoch kommt, wird sich die neue Regierungskoalition auf eine Volksabstimmung einigen.Was die aber ergibt steht in den Sternen. Das würde ich aus dem heutigen Wahlergebnis nicht herauslesen, dass eine Volksabstimmung gegen S21 zu gewinnen wäre, für den Atomausstieg ja, aber gegen S21 ???
Und nach solchen Aktionen wie heute am Nordflügel erst recht nicht mehr.Tut mir leid, wenn manche solche Gedanken heute unpassend finden. Ich will niemandem damit die Feierlaune verderben - ist ja auch mehr für den Morgen danach gedacht !
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Dieter Meyer »
Was mein Statement mit den Linken zu tun haben soll habe ich leider gar nicht verstanden.
» Wer hier an potenzielle Gegnerschaft zuerst denkt, muss sich fragen lassen, ob er sich von den Linken instrumentalisieren lassen möchte."
Sobald Herr Kretschmann als MP vereidigt ist und ein Parkschützer irgendeinen Zaun umwerfen will, wird Herr Kretschmann den Polizeieinsatz verantworten (müssen). Was soll das mit den Linken zu tun haben ???
Und noch was:
Natürlich sind die Direktmandate der Grünen ein historischer Erfolg und sind gerade in Stuttgart nicht nur auf Japan zurückzuführen.
ABER:
1. Sind das Mandate der Partei "Die Grünen" und nicht einer Partei "Die Parkschützer". Das ist ein Unterschied, auch wenn es hier oft gleich gesetzt wird.
2. Was ist Stuttgart im Vergleich zum ganzen Land. Bei der Volksabstimmung oder -befragung, so sie denn von Grün-Rot vereinbart werden wird, wird es entscheidend darauf ankommen, welches "Volk" über was wird abstimmen "dürfen".
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tschafftschiens »
der Hofzwerg schiesst nicht erst seit heute gegen die Linke ... scheint eines seiner Hobbys zu sein, dazu instrumentalisiert er alles, was sich nicht wehrt ...
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Bernd Carle »
Wo war der Hofzwerg Don undsoweiter eigentlich am 30. 9.? Immerhin ist er erst seit 12 Tagen Parkschützer. Troll?
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Dieter Meyer »
Zum Thema "Zahl der Demoteilnehmer" und "Zählmethode" wollte ich gerade schreiben:
Ist doch gar nicht so wichtig, wieviel Tausend wir heute waren, Wahltag ist Zahltag, also Hauptsache, am nächsten Sonntag wird richtig gezählt. ---Dabei bin ich dann selbst zusammengezuckt und habe mich gefragt: Ja, wer garantiert uns eigentlich, dass
am 27.03 überall richtig gezählt wird ?
Dass da nicht doch auch zumindest an manchen Stellen nach "Polizeimethode" gezählt wird, d.h. manche vorher schon wissen, was rauskommen muss ?
Am Ende können schließlich wenige Stimmen entscheiden.Ich will ja hier keine Ängste schüren, aber:
Gibt es eigentlich bei uns auch neutrale Wahlbeobachter aus dem Ausland ???
Oder sind wir so über jeden Zweifel erhaben, dass man jeder Gedanke an Manipulation "abstrus" ist (z.B. wie bei Herrn zu Guttenberg !) ???
Wenn man Wahlbeobachter in andere Länder schickt, dann müsste man doch umgekehrt andere geradezu dazu einladen, Wahlen bei uns zu beobachten. Oder ?12 Kommentare · Alle Kommentare laden-
Gerd »
dryaderich : Im Ernst - das gehört publik gemacht...die CDU Balliban sind echt so blöd...des tun sicher ein paar....was uns recht sein kann!
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Don Michè »
Komisch. ZDF stand neben mir, auf an der Erhöhung WLB.
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Eisenzaia »
@dryaderich lol - Die Ausfüllanweisungen für den Wahlzettel bitte auch auf den Pro-Seiten posten.
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Dieter Meyer »
Diesen offenen Brief an Herrn Dr. Geißler habe außer an ihn eben gerade auch an unsere Mitglieder der Schlichtung, die Franktionen des Bundestages, des Landtages von Baden-Württemberg, des Stuttgarter Gemeinderates sowie die Stuttgarter Zeitung verschickt.
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Offener BriefHerrn Bundesminister a.D. Dr. Heiner Geißler
Sehr geehrter Herr Dr. Geißler,
als geborener Südpfälzer aus Landau, der seit 40 Jahren in Stuttgart eine zweite Heimat gefunden hat drängt es mich dem in der Südpfalz lebenden geborenen Schwaben ein paar Gedanken mitzuteilen, die mir seit dem Abend des 30.11. keine Ruhe lassen. Ich habe nun nicht nur ein- sondern bereits zweimal darüber geschlafen, aber mein Erstaunen, ja meine Bestürzung über die Art und Weise, wie die S21-Schlichtung an diesem Tag zu Ende ging ist mittlerweile nur noch größer geworden.
Was Sie als anspruchsvolles "Demokratieexperiment" begonnen haben und was wochenlang dank Ihrer umsichtigen Führung auch wirklich ein vorbildliches neues Element unserer Demokratie hätte werden können ist in seinen letzten 4 Stunden jämmerlich gescheitert. Ja, es hat sich gar ins Gegenteil verkehrt: das aufgestaute Mißtrauen gegenüber Politik und Wirtschaft das doch mit diesem Verfahren hätte abgetragen werden sollen wurde mit diesem sogenannten Schlichterspruch auf geradezu tragische Weise bestätigt. Welche Bürgerinitiative sollte sich in Zukunft auf eine wochenlange öffentliche Diskussion "auf Augenhöhe" einlassen, wenn sie hier erlebt hat, wie die ganze Veranstaltung nur dazu diente, den Kritikern künftig den Boden ihres Protestes zu entziehen und den Herrschenden zu ihrer behaupteten rechtlichen Legitimation durch die einsame Entscheidung eines sog. Schlichters nun auch noch eine quasi moralische Berechtigung dafür zu geben, ihr Projekt wie geplant durchzuziehen und das auch noch, obwohl es gerade in diesem Verfahren der Alternative eindeutig unterlag und obwohl zu Beginn ein "ergebnisoffenes" Verfahren versprochen wurde (Zu den sog. Nachbesserungen d.h. dem "Plus" komme ich gleich noch).
Völlig unabhängig von der Position zu S21 bzw. K21 drängen sich doch dem kritischen Bürger und Beobachter dieses Vorgangs nun viele Fragen auf. Beispielsweise:
1. Wie sollen 80 Stunden Faktencheck vor der Weltöffentlichkeit (ich habe sie selbst nicht gezählt, aber alle gesehen) Vertrauen und Transparenz schaffen, wenn die entscheidenden 4 Stunden hinter verschlossenen Türen stattfinden ?
2. Was sollen die Bürger mit ihren Erkenntnissen aus 80 Stunden Faktencheck anfangen, wenn sie am Ende nun doch nicht gefragt werden ?
3. Wo findet der Bürger und Wähler, der nicht die Zeit hatte, 80 Stunden Faktenschlichtung zu verfolgen, im Schlichterspruch denn nun das Ergebnis bezüglich der einzelnen Fakten. Beispiel: Wie sicher ist denn nun das Mineralwasser bei S21 und bei K21? Wie leistungsfähig sind denn nun die beiden Bahnhöfe (Tunnel- oder Kopf-) wirklich ? Was ist denn nun mit den lt. Wirtschaftsprüfer nicht kalkulierten Risiken ? usw. Hätte man von einem "Faktenschlichter" nicht genau solche Aussagen erwarten dürfen ?
4. Nachdem sie selbst beim Vortrag des Schlichterspruchs sagten, dass Sie einen solchen Vergleich der Fakten "ursprünglich" vor hatten: wer hat Sie in diesen 4 Stunden der Geheimverhandlungen davon abgebracht und warum haben sie sich abbringen und zu einer Aussage zu Gunsten eines der beiden Konzepte verleiten lassen, zumal noch zu dem Konzept, das sich in der Schlichtung als das bei fast allen Fakten schlechtere herausstellte?
5. Wieso musste sich also bei einer "Faktenschlichtung" der Schlichter am Ende unbedingt sozusagen als quasi neutrale Empfehlung für das weitere Vorgehen überhaupt auf eines der beiden Konzepte festlegen? Wäre es nicht ehrlicher und weiser gewesen, als Faktenschlichter am Schluss festzustellen, dass es zwei machbare aber miteinander nicht kompromissfähige Konzepte gibt, um dann anhand der Fakten die Stärken und Schwächen beider darzustellen, sozusagen eine neutrale Basis für das weitere Vorgehen zu schaffen ?
6. Wenn es letztlich die rechtliche Situation war die zu dieser Entscheidung geführt hat, wieso haben Sie dann ein "Demokratieexperiment" veranstaltet und den Menschen nicht gleich erklärt, dass man sich mit den Fakten überhaupt nicht beschäftigen braucht, weil die Rechtslage nun eben so ist wie sie ist?
7. Kann ein solcher Konflikt tatsächlich mit dem Hinweis auf den Rechtsstaat und die Rechtslage gelöst werden. Oder hätte man nicht gerade in diesem Fall von einem Schlichter erwarten dürfen, dass dieser die Frage aufwirft, ob es auch in einem Rechtsstaat nicht das Recht, ja sogar die Pflicht von Volksvertretern ist, frühere
Entscheidungen vor ihrer Umsetzung nochmal zu überprüfen, zumal wenn diese Beschlüsse relativ lange zurückliegen und der Verdacht besteht, dass wesentliche Entscheidungsgrundlagen falsch waren oder fehlten?Sehr geehrter Herr Dr. Geißler, dass und wie Sie sich in diesem Schlichtungsspruch auf eines der beiden Konzepte festlegten, zumal auf das, welches sich in Ihrer Faktenschlichtung als das schlechtere herausstellte, hat leider alles zerstört, was sie an Hoffnungen auf moderne Formen der Demokratie in den Wochen zuvor geweckt hatten.
Nein, dieser Schlichterspruch ist dem Verlauf der Faktenschlichtung nicht angemessen UND VOR ALLEM: dieser Schlichterspruch ist auch diesem Schlichter nicht angemessen !
Herr Dr. Geißler, ich kann diesen Schlichterspruch beim besten Willen auch nur annähernd nicht mit dem in Einklang bringen, was ich in all den Jahren von Ihnen gehört und gelesen habe. Ein so erfahrener Politiker und wacher Geist wie Sie hätte zum Beispiel die oben von mir aufgezählten Fragen selbst vorausgesehen und eben erst gar nicht aufkommen lassen. Auch die vielen unlogischen Aussagen und Widersprüche in diesem Schlichterspruch stehen in krassem Gegensatz zu Ihrem bekannt logisch-analytischen Verstand.
Ich frage mich, wie konnte es trotzdem dazu komme und finde nur zwei mögliche Antworten:
Entweder sie hatten eine ganz andere Motivation oder dieser Schlichterspruch stammt in dieser Form gar nicht von Ihnen.Natürlich will ich nicht unterstellen, dass sie die Öffentlichkeit über ihre wahre Motivation getäuscht haben. Aber auf der Suche nach Erklärung erscheint dies als eine Möglichkeit: Sie wollten in Wahrheit den Jungen in Ihrer Partei ein Lehrstück geben, wie man ohne Wasserwerfer und Pfefferspray einem Protest den Boden entzieht und ihn kalt stellt um dann letztlich ungestört das ursprüngliche Vorhaben durchzuziehen. Zumindest vom Ergebnis her haben sie ja genau das erstmal erreicht. Voraussichtlich werden Sie in die Analen Ihrer Partei als der eingehen, der sie in Baden-Württemberg vor dem drohenden Absturz und damit auch im Bund vor einer Krise bewahrt hat. Ich zitiere aus einem Leserbrief in der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Zeitung: "Wie ein Katholik dem Papst, so hat ein Politiker zunächst seiner Partei - und dann erst seinem Verstand zu folgen. Herr Geißler hat sich treu diesem Ehrenkodex gebeugt, dafür gebühren ihm Respekt und Hochachtung!" Anmerkung: dem weiteren Text des Leserbriefes ist zu entnehmen, dass diese Aussage durchaus ernst gemeint war.
Die Botschaft "Geißler ist für S21 (plus)" wurde nun medial verbreitet und die Stammwähler der CDU weit weg von Stuttgart werden uns, die wir weiterhin gegen S21 (und damit in ihren Augen gegen den Schlichterspruch) demonstrieren für unverbesserliche Berufsdemonstranten halten, gegen die ihr Ministerpräsident mit aller Härte vorgehen darf und muss.Wenn ich diese Motivation ausschließe, dann kann es aber für mich nur noch eine Erklärung geben: dieser Schlichterspruch stammt in seinen wesentlichen Teilen gar nicht von Ihnen. Und in der Tat entspricht dieser Text bei genauerer Betrachtung exakt der Art, wie die S21-Projektbetreiber bisher mit der Öffentlichkeit umgegangen sind: jede Menge nicht überprüfbarer, interpretierbarer, in die Zukunft gerichteter Versprechungen nur um erstmal weiter Fakten schaffen zu können und um dann wiederum aufgrund dieser Fakten die Unumkehrbarkeit zu behaupten. Herr Geißler, wenn Sie wirklich selbst zu dieser Idee des "S21-Plus" gekommen wären und ihren Spruch selbständig hätten formulieren können, SIE hätten zumindest eindeutige und klare Bedingungen dafür ausgesprochen und Ihnen wären vor allem auch die vielen logischen Widersprüche nicht passiert. Da stellt sich natürlich die Frage, welche Druckmittel Herr Mappus und Herr Grube in diesen Geheimverhandlungen am 30.11. hatten, Ihnen diesen Text aufzuzwingen und ihn den Vertreteren der Projektgegner verkaufen zu müssen.
Was mich nun aber am meisten beunruhig Herr Dr. Geißler, das ist die Erkenntnis, wie sehr ich selbst schon von diesem abgrundtiefen Mißtrauen befallen bin, so dass ich in meiner Analyse des Schlichterspruchs überhaupt zu solchen Vermutungen komme. Ich frage mich selbst: kann dieses Mißtrauen wirklich begründet sein oder ist das bei mir einfach nur krankhaft. Wobei es für die Gesellschaft ja eigentlich besser wäre, wenn ich krank wäre und eben NICHT Recht hätte (möglicherweise würde mir die Gesellschaft sogar die Behandlung bezahlen). Um aber Ihnen (und vielleicht auch mir selbst) zu beweisen, dass man nicht zwangsläufig krank sein muss wenn man angesichts der traurige Realität zu solchen Erklärungen kommt, will ich das bereits Gesagte mit ein paar weiteren Details aus Ihrem Schlichterspruch ergänzen, die jeglicher Logik entbehren und deshalb meines Erachtens niemals von Ihnen stammen können.
1. Sie konstatieren sehr richtig, dass S21 ohne Neubaustrecke Ulm - Wendlingen nicht möglich ist. Sie stellen weiter fest, dass die Neubaustrecke in 4 von 7 Abschnitten noch nicht planfestgestellt ist. Wieso Sie dann trotzdem zu dem Ergebnis kommen, dass man jetzt schon an die Realisierung von S21 gehen könne, kann ich logisch nicht nachvollziehen und kann mir nicht vorstellen, dass Sie es können.
2. Sie fordern einen sog. Stresstest für den Nachweis der Leistungsfähigkeit des Tunnelbahnhofs. Sie verlieren aber kein einziges Wort darüber, was eigentlich passieren soll, wenn dieser Test NICHT bestanden wird. Dass man erst baut und erst dann durch einem Stresstest feststellt, ob man vielleicht doch hätte was anderes bauen sollen, ist eine Logik, die ich Ihnen ebenfalls nicht zutraue.
3. Sie verlangen diesen Leistungsnachweis gegenüber der Situation des heutigen Kopfbahnhofes. Logisch wäre doch, wenn man den Nachweis verlangen würde, dass S21 gegenüber der Alternative K21 um so viel besser ist, wie es teurer ist als diese.
4. Es werden im Schlichterspruch eine Reihe betrieblicher Nachbesserungen aufgezählt und damit Verwirrung gestiftet, dass einerseits mehrfach betont wird, dass beide Seiten sie für notwendig halten und andererseits aber gesagt wird, dass sie nur dann notwendig seien, wenn dies der Stresstest ergeben würde. Auch das ein Fehler im Text, den ich Ihnen mit Verlaub nicht zutraue.
5. Sie sagen, ohne eine Reihe von Verbesserungen (z.B. Sicherheit, Behindertenfreundlichkeit usw.) könne dieser Tiefbahnhof Ihrer Meinung nach nicht gebaut werden. Sie sagen aber nicht, wer letztlich darüber entscheidet, ob eventuelle Verbesserungen dann letztlich dafür ausreichend sind, dass er doch gebaut werden kann.
6. Sie sagen, im Schlossgarten dürften nur noch kranke Bäume gefällt werden, die anderen werden verpflanzt. Nun sagt aber schon die Volksweisheit, die Sie sicher auch kennen, dass man alte Bäume nicht verpflanzen kann und die Lebensweisheit, die sie ja auch haben, dass es genug Möglichkeiten gibt, dass gesunde Bäume ganz schnell krank werden, wenn es denn sein muss. Wie kann ein so klar denkender Mensch wie sie, anderen eine solche, absolut nichts sagende Formulierung zumuten? Mal ganz davon abgesehen, dass die Verschandelung des historischen Schlossgartens durch Erdwall und Bullaugen durch das Versetzen der Bäume auch nicht verhindert würde. Das ist aber eine ganz persönliche Meinung von mir, da es mir nie nur um die Bäume an sich sondern um den historisch gewachsenen Garten, wie insgesamt um die historisch gewachsene Stadt geht.
7. Sie wissen natürlich, dass all ihre Forderungen und Empfehlungen, so sie denn umgesetzt würden, eine Menge Geld kosten würden, verlieren aber kein Wort darüber, was dann aus dem jetzt schon, gelinde gesagt, grenzwertigen Kosten-Nutzen-Verhältnis werden würde.
Nein, Herr Dr. Geißler, dieses ganze "Plus", all diese angeblichen Nachbesserungen sind eine einzige Luftnummer und entsprechen in Geist und Worten nicht dem, was wir von Ihnen gewohnt sind sondern exakt dem, was wir schon immer von der Bahn und den anderen Projektbetreibern gehört haben. Das kann niemand wirklich ernst nehmen, weil es ja nicht mal von der Bahn selbst ernst genommen wird: in einem Interview noch am 30.11. hat Herr Grube auf die Frage, ob denn Ihre Nachbesserungen nicht das selbst gesetzte Kostenlimit sprengen würden gesagt, dass dieses Limit "selbstverständlich" eingehalten würde und dass die Nachbesserungen ja von dem Ergebnis des Stresstests abhängig seien und möglicherweise überhaupt nicht gebraucht würden. Deutlicher kann man es nicht sagen.
Nein, Herr Dr. Geißler, was sie da verkündet haben ist durch und durch der Text, den Ihnen die Bahn diktiert hat und den sie aus Parteiräson schlucken mussten. Das sind alles leere Versprechungen, weich, interpretierbar, in die Zukunft gerichtet, von denen die Bahn jetzt schon weiß, dass sie sie nicht erfüllen wird. Es ging nur darum, so schnell wie möglich die Bautätigkeit wieder aufnehmen zu können um das Projekt bis zur Landtagswahl im März wirklich unumkehrbar zu machen und den Kritikern künftig mit Hinweis auf den Schlichterspruch die Grundlage ihrer Kritik entziehen zu können.
Nur an manchen Stellen Ihres abschließenden Vortrages blitzt das durch, was man einem Heiner Geißler abnehmen kann.
Zum Beispiel bei der Forderung nach Verhinderung von Immobilienspekulation sowie vor allem bei dem Hinweis auf das weiterhin bestehende Demonstrationsrecht und der Vorwarnung, dass es dabei auch zu "Behinderungen" kommen könne. Natürlich wissen Sie selbst ganz genau, dass niemand gegen das Milliardengrab S21 demonstriert hat damit jetzt noch weitere Hunderte von Millionen Euro zusätzlich in dieses Grab geworfen werden sondern damit K21 verwirklicht wird, was wir immer für die bessere Alternative gehalten haben und was Sie Herr Dr. Geißler uns dankenswerterweise jetzt in aller Öffentlichkeit durch Ihre Faktenschlichtung bestätigt haben. Herr Dr. Geißler, sie wissen es genau: wir WERDEN unseren Protest nicht nur fortsetzen, wir MÜSSEN es, jetzt mehr denn je. Insofern hat Ihr Schlichterspruch die Situation in Stuttgart keinesfalls befriedet, ganz im Gegenteil. Dass dieser Schlichterspruch nicht wirklich von Ihnen stammt, muss man Ihnen in diesem Zusammenhang allerdings dann sogar zugute halten.Sehr geehrter Herr Dr. Geißler, alles was ich hier von mir gegeben habe sind meine ganz persönlichen Gedanken, also wenn sie so wollen eine absolute Einzelmeinung. Allerdings bin ich (am Button erkennbar) in diesen beiden letzten Tagen in der Stadt auf den Schlichterspruch angesprochen worden, wobei ebenfalls thematisiert wurde, was wohl in diesen geheimnisvollen 4 Stunden eigentlich passiert sei. Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der diesen Schlichterspruch weder mit dem Schlichter selbst noch mit dem Verlauf der Schlichtung in Einklang bringen kann. Es wäre wirklich wünschenswert und könnte vielleicht zumindest einen Teil des Schadens wieder gut machen, wenn man das Geschehen an diesem Nachmittag im Nachhinein doch noch transparent machen würde. Man muss es ja nicht darauf ankommen lassen, dass wir Mitschriften dieser Geheimsitzungen oder auch Ihren "ursprünglichen" Entwurf des Schlichtungsspruches irgendwann in Wikileaks zu lesen bekommen!
Mein Beitrag zur Transparenz ist es, dass ich diese Mail und damit meine Gedanken zu diesem historischen Schlichterspruch als "offenen Brief" im Forum von www.parkschuetzer.de veröffentliche und außerdem der Leserbriefredaktion Stuttgarter Zeitung zu Kenntnis geben werde, bei der ich seit fast 40 Jahren Abonnent bin und die für mich trotz manchem Ärger in letzter Zeit ein Stück Heimat geworden ist, wie vieles andere hier in Stuttgart, z.B. das Staatstheater, die Bachakademie und eben auch der historische Schlossgarten und der denkmalgeschützte Bonatzbau. Zusätzlich werde ich diesen Brief auch den Teilnehmern der Schlichtung auf K21-Seite zur Verfügung stellen.
Nachdem die Stuttgarter Zeitung heute berichtet, dass mit Ausnahme der Linken alle Fraktionen des Bundestages diese Schlichtung für zukunftweisend halten und darin einen "Erfolg für die Demokratie" sehen, habe ich mich entschlossen, den Brief auch allen Fraktionen des Bundestages, des Landtages von Baden-Württemberg sowie des Stuttgarter Gemeinderates zur Kenntnis zu bringen. Ich kann, wie ich dargelegt habe, vom ERGEBNIS her gesehen in diesem Verfahrens beim besten Willen kein demokratisches Element erkennen.Herr Dr. Geißler, abschließend danke ich Ihnen für die in gutem Willen und mit Ausnahme des 30.11. auch mit großem Erfolg geleistete Arbeit. Ich grüße Sie herzlich in die schöne Südpfalz aus dem tristen Stuttgart, in dem morgen dort wo einst der Nordflügel unseres Bahnhofes stand die nächsten Bäume fallen sollen und wünsche Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.
Dieter Meyer
45 Kommentare · Alle Kommentare laden-
Dieter Meyer »
Für alle, die´s interessiert: Reaktionen auf meinen Brief.
1. Eure Kommentare hier !!!
2. Frau Dahlbender hat sich für den "engagierten Brief" bedankt.
3. Herr Conradi hat mir seine Sammel-Email geschickt.
4. Attac hat auf seiner Seite zum "Ende der Schlichtung" (http://www.attac.de/aktuell/stuttgart21/schlichtungs-debatte/) auf den Brief hier verlinkt.Sollte ich irgendwann wider Erwarten doch noch eine Reaktion von Seiten des Adressaten erhalten, werde ich selbstverständlich hier darüber berichten.
Ansonsten:
Es gab da im November ein paar interessante Übertragungen auf Phönix. Da trat ein sog. Schlichter auf (Heiner WER ?). Der hat dort gar manchen Spruch losgelassen, diesen habe ich mir besonders gemerkt:
"Nondum omnium dierum solem occidisse"
Noch ist nicht aller Tage Abend !In diesem Sinne: Oben bleiben oder Widerstand de luxe !
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Hustabonbon, »
Dieter Meyer - lieben Dank -ich hab mir auch so einen Spruch vom 8.Geißlein gemerkt:
"Es gibt Geld wie Heu..." aber das Heu fressen eben nur Geißlein's und dann ist es gefressen?! Falsch ich weiß das Heu fressen nur Kühe und Geißleins essen frisches Gras - OBEN BLEIBEN kein Gras und Heu fressen wir könnens besser verdauen
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Moment mal !
Der Stuttgarter Wähler hat das Wort, nicht die Funktionäre !
@Kettenmann2: Klar, hat er, aber zwischen was:
zwischen Pest und Cholera ?
Inzwischen ist es doch egal ob man Schwarz oder Grün wählt.
Hoffenlich lassen sich noch wirklich wählbare KandidatenInnen aufstellen.
@Dieter Du hast vollkommen recht; es gibt keine Alternativen... Das läßt der Kapitalismus nicht zu. :(