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Der parkschuetzer.de Blog — Infos aus erster Hand

  • PS-Redaktion am Freitag, 22. September 2017, 13:01 Uhr

    Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21
    Stuttgart, den 22. September 2017

    Partei-Spitzenkandidaten zu Schlussfolgerungen aus Rastatt für Stuttgart 21

    Dobrindt stellvertretend für gescheiterte Bahnpolitik spektakulär entgleist

    Verkehrsminister Dobrindt hat einiges auf dem Kerbholz: Autobahnprivatisierungen, Mautchaos, Dieselgate, Fehmarnbeltquerung und vor allem eine Bahnpolitik, die den Schienenverkehr immer weiter ins Hintertreffen gebracht hat. Sinnbild dafür ist Stuttgart 21, ein krachender Warnschuss die Tunnelhavarie von Rastatt. All das hatten S21-Gegner im Verein mit der Initiative Beltretter aus Fehmarn und dem Bündnis "Bahn für alle" auf Bahnschwellen vor dem Bundesverkehrsministerium in Berlin aufgetragen. Pünktlich um 11h am 20.9. rollte der Minister in Person eines Betonkopfs zu seiner Letzten Fahrt an und entgleiste krachend und formvollendet vor der Haustür seines Ministeriums (Fotos und Video s. Anlage [1]).

    Auf der begleitenden Kundgebung stellte Aktionsbündnissprecher Dr. Eisenhart von Loeper die Reaktionen auf eine Anfrage an die SpitzenkandidatInnen der im Bundestag vertretenen Parteien vor. Das Bündnis hatte gefragt, welche Schlüsse man aus der Rastatt-Katastrophe für S21 zu ziehen gedenkt.

    Wenn auch mit einem Stirnrunzeln zeigte sich von Loeper erfreut von der Antwort der Grünen auf Bundesebene, wonach "der Tunneleinsturz von Raststatt … ein Warnschuss für Stuttgart 21 sein (müsse). Solange die Ursachen für den Tunneleinsturz nicht eindeutig geklärt sind, darf bei Stuttgart 21 kein Risiko eingegangen werden. Die Tunnelbautechnik bei Stuttgart 21 muss nach der Havarie von Raststatt einer kritischen Nachprüfung unterzogen werden und die Ergebnisse dieser Nachuntersuchungen müssen veröffentlicht werden. Allein die durch quellfähiges Anhydrid-Gestein geplanten Tunnel bei S21 sind viermal so lang wie der Rastatter Tunnel. Wenn sich im Talkkessel von Stuttgart ein ähnlicher Vorfall wie in Raststatt ereignete, wären die Folgen dramatisch."

    Wir hoffen, so von Loeper, dass diesen Ankündigungen, die der kritiklosen Unterstützung des Projekts durch die Grünen vor Ort entgegen stehen, nach der Wahl auch Taten folgen.

    Nach Ansicht der des LINKEn Spitzenkandidaten Dietmar Bartsch "drängen sich die Analogien absolut auf". Eine Aufarbeitung sei deshalb "unbedingt notwendig". Es folgt Klartext: "Wir haben das Projekt Stuttgart 21 vorher abgelehnt und tun dies auch weiterhin. Es ist lediglich ein weiteres Argument hinzugekommen, warum der Umstieg 21 mit einem optimierten Kopfbahnhof in Stuttgart so schnell wie möglich eingeleitet werden muss." Überdies fordern die LINKEn personelle Konsequenzen: es werde "ein neues Management benötigt – aus Menschen mit Bahn-Begeisterung und -Erfahrung, denen eine gute Bahn am Herzen liegt."

    CDU, SPD und FDP, die das Projekt zuvörderst betrieben haben, entziehen sich ihrer Verantwortung und schweigen lieber zu Rastatt und den Schlussfolgerungen für S21. Besonders enttäuscht von der ausgebliebenen Antwort des SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz sind die im Aktionsbündnis engagierten "SPD-Mitglieder gegen Stuttgart 21", so deren Sprecher Klaus Riedel.

    Antworten der Parteien in der Anlage.

    Kontakt: Werner Sauerborn
    Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, info@kopfbahnhof-21.de,
    www.kopfbahnhof-21.de, www.umstieg-21.de

    Anlage [1]: Link zu diesen und weiteren höher aufgelösten Fotos www.magentacloud.de/share/ost1za2usg / Photos auch über dpa

    Video der Aktion von "Stream and Beam for global Change": www.youtube.com/watch?v=iT1LWPSbuEs

    Pressemitteilung im PDF-Format:
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/PM_Parteiantworten_zu_S21_Rastatt-Dobrindt_entgleist.pdf

    Antworten auf die Wahlprüfsteine des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 anlässlich der Bundestagswahl 2017

    Die Grünen:
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/Gruen_Antwort_S21_Rastatt.pdf

    Die LINKE:
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/LINKE_Antwort_S21_Rastatt.pdf

  • PS-Redaktion am Freitag, 15. September 2017, 11:00 Uhr

    Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21
    Stuttgart, den 15. September 2017

    Rückenwind für Proteste gegen Bahnpolitik in Berlin

    Förmliches Ermittlungsverfahren gegen Bahnverantwortliche wegen Stuttgart 21 eingeleitet

    Die Berliner Staatsanwaltschaft hat nach längeren Vorermittlungen nun ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen amtierende und ehemalige Spitzenmanager der Deutschen Bahn AG eingeleitet. Anlass der Ermittlungen ist eine Strafanzeige wegen Untreue, die der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 und Rechtsanwalt Dr. Eisenhart von Loeper und Dieter Reicherter, ehem. Vorsitzender Strafrichter des Landgerichts Stuttgart gegen die früheren Bahnchefs Grube und Kefer, die jetzigen Bahnvorstände Lutz und Pofalla sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden Felcht erhoben hatten. "Damit ist die Tür offen, endlich das Geflecht von dauerhaften Rechtsverstößen zu Lasten der Bahn, des Bahnverkehrs unter Inkaufnahme hoher Risiken bei Betriebssicherheit und Gefahren für Leib und Leben von Menschen ans Licht zu bringen. Das Projekt Stuttgart 21 darf nun nicht länger politisch durchgeboxt werden", so von Loeper.

    Umso schwerer werde es nun für die Verantwortlichen, die desaströse Bahnpolitik aus dem Bundestagswahlkampf heraus zu halten. Nach der spektakulären Tunnelhavarie von Rastatt, die unmittelbar Fragen zur Betriebssicherheit von Stuttgart21 aufwarf, gingen sowohl der zuständige Bahnvorstand Ronald Pofalla wie Verkehrsminister Dobrindt auf Tauchstation. Kein Ton war von ihnen zu hören und in Rastatt ließen sie sich nicht blicken. Die für den 20. September turnusmäßige Aufsichtsratssitzung wurde passenderweise auf einen Termin nach der Bundestagswahl verschoben.

    Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 im Bunde mit "Bahn für alle" und den "Beltrettern", einer Initiative gegen das Milliarden Tunnelprojekt durch den Fehmarnbelt, wollen just am 20.9. mit Aktionen vor dem Verkehrsministerium und am Vorabend vor dem Bahntower diese Strategie des Abtauchens durchkreuzen.

    Am 19. von 18.30h bis 19.05h findet wie jeden Dienstag der traditionelle Berliner Schwabenstreich gegen Stuttgart 21 vor dem DB-Tower am Potsdamer Platz statt, unterstützt diesmal u.a. von ca. 50 angereisten Stuttgart 21-GegnerInnen. Diese werden einen von der Kieler Künstlerin Rosa Treß gestalteten 100kg schweren und 1m hohen Betonkopf des Verkehrsministers mitbringen und ihn am nächsten Morgen, Mittwoch, 20.09., ab 10 Uhr symbolisch für die gescheiterte Bahnpolitik vor der Haustür des Ministers (kontrolliert) entgleisen lassen (Phototermin!). Akustisch ergänzt wird die Aktion von Gerd Schinkel, Liedermacher aus Köln, mit seinem Song "Das Dobrind" (Näheres zur Aktion, s. Flyer/Anlage). Im Anschluss stehen die Initiatoren der Veranstaltung zu einem Pressegespräch zur Verfügung.

    Kontakt: Werner Sauerborn, zur Ermittlungssache: Eisenhart von Loeper
    Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, info@kopfbahnhof-21.de,
    www.kopfbahnhof-21.de, www.umstieg-21.de

    Pressemitteilung im PDF-Format:
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/PM_Ermittlungen_zu_S21_Berliner_Aktionen.pdf

    Anhänge:

    Flyer Berlin pdf
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/Demo-und-Aktion_Gute_Bahn_Berlin_19_20.pdf

    Flyer Berlin jpg
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/Demo-und-Aktion_Gute_Bahn_Berlin_19_20.jpg

    Foto "Betonkopf Dobrindt"
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/Beton-Dobrindt.JPG

  • PS-Redaktion am Donnerstag, 14. September 2017, 16:34 Uhr

    Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft Filder e.V. zur Gäubahnführung über die Panoramastrecke
    Fildern, den 14. September 2017

    Die Bahn scheint endlich die langjährige Forderung der Schutzgemeinschaft Filder aufzugreifen und erwägt, die Panoramastrecke an den Hauptbahnhof anzuschließen.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Schutzgemeinschaft Filder entnimmt der heutigen Stuttgarter Presse mit Erstaunen und Genugtuung, dass die Planer von Stuttgart 21 offensichtlich wegen der Unzahl an Problemen des Filderabschnitts 1.3 – endlich – zu erkennen scheinen, dass die Panoramastrecke und damit (hoffentlich!) auch die Züge der Gäubahn und des IC Stuttgart – Zürich leistungsfähig an den Stuttgarter Hauptbahnhof angeschlossen werden müssen. Dies ist nach 7 bzw. 5 Jahren nun endlich das Einschwenken der DB AG auf den gleichlautenden Beschluss der sog. "Schlichtung", der mit deutlicher Mehrheit 2012 empfohlenen Lösung des "Filderdialogs" sowie der langjährigen Forderung der Schutzgemeinschaft Filder e.V..

    Steffen Siegel weiter: "Schon 2013 hat der Verkehrsingenieur und stellvertretende Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Filder, Dipl.-Ing. Frank Distel, die Machbarkeit zweier Anschlussvarianten der Panoramabahn an den Tiefbahnhof nachgewiesen und u.a. dem damaligen Konzernbeauftragten der Bahn für Baden-Württemberg vorgetragen. Unsere insoweit konstruktiven Vorschläge sind aber – offenbar getreu dem Motto, "Wir lassen uns nicht von außen sagen, wie man Bahnstrecken plant" - leider nie ernst genommen worden."

    Wir haben – obwohl erklärte Gegner von Stuttgart 21 – diese Vorschläge auch in der ersten Planfeststellung auf den Fildern (1.3) eingebracht, weil wir der Überzeugung waren, dass für den Fall des Weiterbaus von Stuttgart 21 wenigstens grobe Planungsfehler auf den Fildern verhindert werden müssen.

    Hervorzuheben ist an dieser Stelle auch, dass mit unseren Alternativvorschlägen wegen der möglichen Überleitungsgleise zwischen Gäubahn und neuer S-Bahn-Trasse das heutige Notfallkonzept mit Umleitungen der S-Bahn auf die Panoramabahn bei Blockaden der S-Bahn-Stammstrecke – anders als bei der S21-Planung – voll funktionsfähig bleibt.

    Die DB AG hat jedoch unsere Alternativlösung nie ernsthaft in ihre Abwägung einbezogen. Dies mit der lapidaren Begründung, die Alternativen "entsprächen nicht den Planungszielen der Bahn". Solche Planungsziele müssen, namentlich bei derartigen Großprojekten, jedoch dem Wohl der Allgemeinheit dienen. Die derzeitig im Verfahren befindliche Filderplanung schadet demgegenüber dem Allgemeinwohl an allen Ecken und Enden wegen der störungsanfälligen "Rohrer Kurve", der Überlastung der Mischverkehrsstrecke und dem Verbauen aller zukünftigen Erweiterungs- und Notfallmöglichkeiten ganz erheblich und ist daher schon dem Grunde nach planfeststellungsrechtlich nicht genehmigungsfähig.

    Es bleibt die Hoffnung, dass die Bahnplaner, dieses schwerwiegende Abwägungsdefizit endlich erkannt haben.

    Steffen Siegel, Vorsitzender der SGF

    Rückfragen: Steffen Siegel
    Schutzgemeinschaft Filder e.V. www.schutzgemeinschaft-filder.de

    Pressemitteilung im PDF-Format:
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/PM_der_SGF_zum_Gaeubahnerhalt_14092017.pdf

  • PS-Redaktion am Mittwoch, 13. September 2017, 12:11 Uhr

    Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21
    Stuttgart, den 13. September 2017

    Stuttgart 21-GegnerInnen schreiben an Wieland Backes/Aufbruch Stuttgart

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    das Aktionsbündnis geht davon aus, dass sich auch viele Stuttgart 21-GegnerInnenan an der vom Verein "Aufbruch Stuttgart" initiierten Veranstaltung "Weg von der autogerechten zur menschengerechten Stadt und für ein lebendiges Kulturquartier!" am Sonntag, den 17.9. beteiligen werden. In einem offenen Brief an den Vereinsvorsitzenden Dr. Wieland Backes äußern die Bündnissprecher Dr. Eisenhart von Loeper und Dr. Norbert Bongartz jedoch ihr Unverständnis über das "angestrengte Wegschauen beim Thema Stuttgart 21". Sie mutmaßen, dass das die Bedingung für die großzügige öffentliche Förderung durch Stadt und Land gewesen sein dürfte. Das Aktionsbündnis schlägt Aufbruch Stuttgart eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zum Thema: "Ist das möglich: Aufbruch Stuttgart mit Stuttgart 21?"

    Mit freundlichen Grüßen,
    Werner Sauerborn

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    Unser Schreiben an Aufbruch Stuttgart:
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    Sehr geehrter Herr Backes, sehr geehrte Freunde eines Aufbruchs in Stuttgart,

    ohne für alle BürgerInnen sprechen zu können, die sich gegen Stuttgart 21 engagieren, gehen wir davon aus, dass die große Mehrheit von uns die proklamierten Ziele Ihrer Initiative, insbesondere die Ihrer Aktion am 17. September, teilen und viele sich auch dort beteiligen werden.

    "Weg von der autogerechten zur menschengerechten Stadt" – das ist uns von Anbeginn an ein handlungsleitendes Anliegen. Auch die Forderung, die autobahnartige Schneise zwischen Bohnenviertel und City zu überwinden, vertreten wir seit langem. Die Hochkultur, der sie mit der Forderung nach einem "attraktiven Kulturquartier ... aktuell Priorität einräumen“, liegt uns ebenso am Herzen – als Teil eines vielfältigen kulturellen Angebots.

    Oper, Ballett und Staatstheater werden aus öffentlichen Mitteln hoch subventioniert. Mit 160€ werde jede Eintrittskarte von den Steuerzahlern - darunter viele, die die Angebote nie nutzen werden - subventioniert, schrieb kürzlich Rupert Koppold in kontext ( https://www.kontextwochenzeitung.de/kultur/336/finger-weg-vom-eckensee-4581.html ). Daraus resultiert eine besondere Verantwortung, etwas zurück zu geben und kritisch über den Tellerrand der Kulturmeile hinaus zu blicken, auf die Stadt als Ganzes, auf die Interessen aller BürgerInnen.

    Hier muss jedoch Ihr angestrengtes Wegschauen beim Thema Stuttgart 21 ins Auge fallen, das ja geradezu ihr Gründungskonsens zu sein scheint. Es ist als wollten Sie das Monster im Wohnzimmer nicht wahrnehmen. Stuttgart 21 ist aber eine Schicksalsfrage für diese Stadt, an der niemand vorbei kommt, der "weg von der autogerechten zur menschengerechten Stadt", der einen Aufbruch für Stuttgart will. Wie soll eine Abkehr von der Autofixierung dieser Stadt gelingen, wenn durch die Verkleinerung des Bahnhofs ca. 30% Schienenverkehr auf die Straße verlagert wird und eine Erweiterung der Bahnhofskapazität auf Generationen unmöglich ist. Wie sollen die Bürger für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel gewonnen werden, wenn S-Bahn und Stadtbahn jetzt schon an Zuverlässigkeit einbüßen und in ihrer Entwicklung langfristig behindert werden. Wie sieht die Perspektive einer "menschengerechten Stadt" aus, wenn durch Bau, Unterhalt und Betrieb von Stuttgart 21 zusätzlich Unmengen von Klimagasen und Feinstaub immitiert werden, die jetzt schon die Gesundheit der BürgerInnen bedrohen und einen erklecklichen Anteil an den ins Haus stehenden Fahrverboten haben. Man könnte fortfahren mit dem unzureichenden Brandschutz, dem Überschwemmungsrisiko, den Gefahren durch riskantes Bauen a la Rastatt u.v.m..

    Ein Wort noch zu dem in der Tat zu lösenden Problem Interimsoper. Nachdem den BürgerInnen mit Stuttgart 21 schon große Teile des Mittleren Schlossgartens genommen wurden, ist eine weitere Großbaustelle im Oberen Schlossgarten durch Überbauung des Eckensees nicht zumutbar. Zumal dadurch auch das Stadtklima weiter negativ beeinflusst würde. Wir bitten Sie, diese Überlegung fallen zu lassen. Sie werden hier auf unseren entschiedenen Widerstand treffen.

    Bei einem Verzicht auf Stuttgart 21 böte das Baufeld des Tiefbahnhofs sehr kurzfristig sehr gute Möglichkeiten für eine Interimslösung. Dies kann Teil des Umstiegskonzepts ( www.umstieg-21.de ) sein, mit dem wir sozusagen einen sanften Ausstieg aus Stuttgart 21 durch Umnutzung des baulichen Status quo vorschlagen. Umstieg21 ist unser Aufbruch Stuttgart.

    Es hinterlässt einen zweifelhaften Eindruck, wenn offensichtlich die Dethematisierung von Stuttgart 21 Ihnen die Türen geöffnet hat bei den Spitzen der Politik in Stadt und Land und in den Medien. Wie sonst läßt sich die ungewöhnliche versammlungsrechtliche Großzügigkeit der Stadt und die freundliche Kooperation von Landeskultureinrichtungen und stadteigenen SSB erklären?

    Der gute Ruf der Stuttgarter Hochkultur resultierte auch immer aus ihrer kritischen Distanz zu "den Mächtigen". Dies sollte so bleiben!

    Gewiss, Streit kann lähmen. Aber eine gute und ehrliche Streitkultur kann auch Probleme lösen. Hierzu könnte Aufbruch Stuttgart viel beitragen.

    Wir laden Sie daher herzlich ein zu einer öffentlichen Diskussion im Rathaus oder gern auch in der Oper zur Frage: "Ist das möglich: Aufbruch Stuttgart mit Stuttgart 21?" und wollen hierzu gern in den nächsten Tagen Kontakt zu Ihnen aufnehmen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Eisenhart von Loeper, Sprecher
    Dr. Norbert Bongartz, Sprecher

    Kontakt: Werner Sauerborn, Eisenhart von Loeper, Norbert Bongartz
    Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, info@kopfbahnhof-21.de,
    www.kopfbahnhof-21.de, www.umstieg-21.de

    Schreiben an Aufbruch Stuttgart im PDF-Format:
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/An_Aufbruch_Stuttgart.pdf

  • PS-Redaktion am Freitag, 25. August 2017, 12:52 Uhr

    Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21
    Stuttgart, den 25. August 2017

    Dokumente der Bahn offenbaren: Tunnel-Chaos war vorhersehbar – in Rastatt und Stuttgart

    Aktionsbündnis betont Verantwortung der Politik

    Alte Bahn-Dokumente, die dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 vorliegen, bezeugen den nachdrücklichen Widerstand von Ingenieuren der Deutschen Bahn AG gegen die Untertunnelung des Schienenverkehrs in Rastatt. Wie Eberhard Hohnecker, Professor für Eisenbahnwesen in Karlsruhe, im Spiegel vom 19. August und in der Stuttgarter Zeitung vom 23. August bestätigt, kommt der dramatische Tunnel-Erdrutsch dort nicht überraschend.

    Schon vor mehr als zwanzig Jahren warnten Gutachter vor „nicht quantifizierbaren Risiken an der Grenze des technisch Machbaren“ sowie wesentlich höheren Kosten und längerer Bauzeit. Diesen Bahn-Dokumenten zufolge wären die schweren Nachteile zu Lasten der Bahnreisenden, des Güterverkehrs und der Bahn vermieden worden, wenn die Bahn das laut Hohnecker gebotene Standardverfahren angewandt hätte – entweder mit einer alternativen Umfahrung Rastatts an der Autobahn oder mit massiven Stahlträgern zur Absicherung der Tunnelbaustelle.

    Über diesen Einzelfall hinaus sei, so der Bündnissprecher und Jurist Dr. Eisenhart von Loeper, „endlich der Ausbau und Erhalt des Schienenverkehrs weitaus planmäßiger zu fördern“. Wer den Rastatter Schienen-GAU ernst nehme, müsse künftig ungewöhnlich hohe Risiken mit nicht erprobter Technik vermeiden – „und dies ist auch bei Stuttgart 21 zu beachten: Die Bahn-Verantwortlichen und deren politische Spitzen dürfen nicht fixiert bleiben auf ihre früheren Fehleinschätzungen und sich nicht länger intelligenten Alternativen des Umstiegs verweigern.“

    Allein mit solchen, bereits vorliegenden Alternativ-Planungen ließen sich hoch riskante Tunnelbauten im quellenden Anhydrit und langfristig stillgelegte Strecken zu Lasten der Stuttgarter Metropolregion vermeiden. Auch das im Auftrag der Deutschen Bahn AG von KPMG/Basler erstellte Gutachten warne ja eindringlich vor „unüblich hohen, nicht beherrschbaren Risiken für die Betriebstauglichkeit“ auf etwa zwanzig Kilometern Tunnel-Strecken im quellfähigen Anhydrit.

    Dies schweigend zu übergehen, sei unerträglich. Die Bundesregierung müsse jetzt endlich politisch und im Bahn-Aufsichtsrat für eine Wende sorgen – zumal das Grundgesetz, so von Loeper, den Ausbau des Schienenverkehrs gebiete. Gegen diese Gewährleistungspflicht jedoch verstoße die Bahn bei Stuttgart 21 mit ihrem Leistungsabbau im nur achtgleisigen Tiefbahnhof „auf Kleinstadt-Niveau“. Auch das sechsfach regelwidrig überhöhte Gleis- und Bahnsteiggefälle mit einem Höhenunterschied von sechs Metern bei einem zehn-Milliarden Euro teuren Neubau sei „grob gesetzwidrig“, einzigartig und strafrechtlich verfolgbar.

    Um auf die Verantwortung der Bundesregierung für den Umstieg und die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Spitzenmanager der Bahn wegen des Verdachts der Untreue hinzuweisen, organisiert das Aktionsbündnis zur nächsten Sitzung des Bahn-Aufsichtsrats am 19. und 20. September erneut eine Berlin-Reise – vielleicht ja begleitet von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt oder zumindest von dessen Betonkopf, der zur Zeit noch bei der Mahnwache seinen Blick vom Stuttgarter Hauptbahnhof abwendet.

    Kontakt: Eisenhart von Loeper, Hermann Schmid
    Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, info@kopfbahnhof-21.de,
    www.kopfbahnhof-21.de, www.umstieg-21.de

    Diese Pressemitteilung im PDF-Format:
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/2017-08-25_PM_zu_Rastatt-Dokumenten_und_Folgen.pdf

    Anlagen:

    Parallelen zwischen Rastatt und Stuttgart
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/Parallelen_zwischen_Rastatt_R17_und_Stuttgart_S21.pdf

    Hinweise zur alternativen Planung des Rastatter Tunnels
    http://www.parkschuetzer.de/assets/termine/2017/Hinweise_zur_alternativen_Planung_des_Rastatter_Tunnels.pdf

Wichtige Dokumente

Abgezockt und abgehängt
Wer zahlt wieviel für S21? Die Analyse der Geldflüsse
PDF

Diverse Gutachten (kopfbahnhof-21.de)

Was kostet der Ausstieg aus Stuttgart 21?, VCD Baden-Württemberg e.V.
PDF, 1,7Mb

Das Lügengebäude muss fallen, Dr. Liesel Hartenstein, ehem. MdB (SPD)
PDF, 2,5Mb