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Ulrike Braun »
Soeben abgeschickt:
#FLUTEN #MVI_fluten #Herrmann_flutenSehr geehrter Herr Minister Herrmann,
morgen tagt der Lenkungskreis, heute gab es passend dazu folgende
Pressemitteilung der Ingenieure22:„Stuttgart 21 war von Anfang an nur für 30 Züge geplant
Stuttgart, 22. März 2012: Bei ihren Recherchen zur Planfeststellung von
Stuttgart 21 sind die Ingenieure22 auf bisher nicht bekannte Unterlagen gestoßen (http://bit.ly/GEEftm <http://bit.ly/GEEftm> ), die zweifelsfrei belegen:
Stuttgart 21 war von Anfang an als Rückbau des Bahnknotens Stuttgart geplant!
Zukünftig sollten im Stuttgarter Hauptbahnhof nur noch maximal 30 Züge in der
Spitzenstunde verkehren – diese Vorgabe machte1997 die Bahn selber für eine von
ihr beauftragte Personenstromanalyse. Seitdem gab es keine Änderung der
geplanten Bahninfrastruktur von S-21; die wesentlich höhere Leistungsfähigkeit
des Tunnelbahnhofs, die inzwischen behauptet wird, steht nur auf dem Papier.
Den gesamten Text findet man unter:
http://ingenieure22.de/index.php?option=com_content&view=article&id=62:s21-nur-fuer-30-zuegegeplant&catid=35:presse&Itemid=58
<http://ingenieure22.de/index.php?option=com_content&view=article&id=62:s21-nur-fuer-30-zuegegeplant&catid=35:presse&Itemid=58“>Die Beweislage ist eindeutig: Sollten Sie diesen Sachverhalt weiterhin
ignorieren und das Projekt nicht abbrechen lassen, sondern nach wie vor
lediglich „kritisch begleiten“ im Sinne von befördern, kommt dies m.E. einem
Betrug an uns Wählern und Bürgern und dem Gesetz gleich. Denn für einen Rückbau
der Infrastruktur dürfen keine öffentlichen Fördermittel (GVFG) eingesetzt
werden.Nach wie vor und erst recht nach der „Volksabstimmung" und den willkürlich
vorgezogenen Massakern am Südflügel und den Schlossgartenbäumen verlangen wir
von der Landesregierung, die im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellten
Vereinbarungen einzuhalten. Ganz im Sinne, wie wir in der „Stuttgarter Erklärung zur Fortführung des Widerstandes gegen Stuttgart 21“ (www.stuttgarter-erklaerung.de) feststellen:* dass die Schlichtungszusagen nicht eingehalten werden,
* dass Stuttgart 21 den Stresstest nicht bestanden hat,
* dass der Tiefbahnhof einem Leistungsvergleich mit dem bestehenden Kopfbahnhof nicht standhält,
* dass die Landesregierung den Rückbau der Infrastruktur und den Missbrauch von Fördermitteln vertuscht,
* dass die Ausstiegskosten maximal ein Viertel der offiziell verbreiteten 1,5 Milliarden Euro betragen,
* dass der Kostendeckel längst gesprengt ist und die Finanzierung völlig aus dem Ruder läuft,
* dass ein modernisierter Kopfbahnhof für viel weniger Geld weit mehr zu bieten hätte.Wir werden jeden dieser Punkte beharrlich und konsequent verfolgen. Als
Initiatorin der „Stuttgarter Erklärung“ fordere ich Sie im Namen der bislang
weit über 8000 Unterzeichner auf, dazu unverzüglich Stellung zu nehmen, dass
Stuttgart 21 von Anfang an als Rückbau des Bahnknotens Stuttgart geplant war,
und erwarte von Ihnen die entsprechenden Konsequenzen: den Abbruch dieses
gesetzeswidrigen Projektes Stuttgart 21 endlich einzuleiten.Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Braun
www.stuttgarter-erklaerung.de
http://infooffensive.de/2012/01/stuttgarter-erklaerung/Morgen Demo vor dem MVI (Österreicher Platz), 15 Uhr




"lässt sich nicht wegdiskutieren dass diese Personenstromanalyse sich mit dem Personenaufkommen im Bahnhof und weniger mit Zugaufkommen zu befassen hatte": ja klar. Somit hat man anscheinend demonstriert, dass die Personenströme, die mit 30 Züge i.d Spitzenstunde aufkommen, bewältigt werden können. Und die DB kann *behaupten*, die hätten der Stresstest mit (49-x) Züge bestanden ("x" = 2-3 für den RailSysfehler). Aber sie können anschienend *nicht* behaupten, dass sie wissen, dass die Personen in den "extra" (19-x) Zügen (also (49-x)-30 Züge) von den geplanten Bahnhofarchitektur (Bahnsteige usw.) "bewältigt" werden können. Das haben sie nie simulieren lassen. Und welche Nutzlichkeit haben (19-x) Züge, die möglicherweise gar keine Passagiere transportieren dürfen, weil die Bahnsteige vielleicht überquillen würden?
Entweder muss die Bahn zeigen, dass die Personenströme von den geforderten 49 Züge (welche Latte sowieso zu niedrig gesetzt ist) sich bewältigen lassen, oder dürfen sie logischerweise nur behaupten, dass 30 Züge sinnvoll in den Tiefbahnhof verkehren können.
"Nach Rücksprache mit der Fachabteilung im MVI ist dazu zu sagen, dass die Analyse sich lediglich auf die Infrastruktur des Bahnhofs (Treppen, Aufzüge, Bahnsteige) bezieht und dabei ein Personenaufkommen von 30 Zügen zugrunde legt."
Ja, Frau Böninger. Sagen Sie dach einfach: Die Infrastruktur des Bahnhofs ist nur für ein Personenaufkommen von 30 Zügen ausgelegt. Genau darum geht es.
Zur Vervollständigung:
Als Reaktion auf meinen offenen Brief oben kam am 23.3. ein Angebot an mich aus dem MVI zu einem Gespräch mit VM Hermann. Dieses halbstündige Gespräch, das ich auf Mitglieder des Aktionsbündnisses erweitern konnte*, fand im Anschluss an den Lenkungskreis am selben Tag statt.
*Gesprächsteilnehmer:
MVI: Hermann (VM), Neumann (Pressesprecher MVI), Schlotz (Mitarbeiter MVI)
AB: von Loeper (Sprecher), Sauerborn, Funk
SE: Braun
Das Cams21-Interview mit dem VM
http://bambuser.com/v/2495877
wurde im Anschluss an dieses Gespräch aufgezeichnet.
Einzelne das Hermann-Interview ergänzende oder unterstreichende Aussagen aus diesem Gespräch (ohne Gewähr):
Sauerborn und von Loeper haben eindringlich angesprochen, dass die Grundlage der VA (Kostentransparenz, Leistungszuwachs etc.) nicht gegeben war und die VA folglich nicht etwa Gesetzesbrüche und Leistungsminderung legitimieren kann.
Dies sieht der VM nicht so: Die VA habe sehr wohl alles legitimiert, es war allen klar, dass über das Projekt selbst abgestimmt wurde inkl. Kenntnis der immensen Kosten. Zudem steht das Volk mittlerweile mehrheitlich (zu 70% laut einer aktuellen Umfrage) dahinter. Wir hätten eben vielleicht mehr aufs Land gehen müssen und besser aufklären statt nervige Montagsdemos machen ...
Das Projekt wird nicht mehr gestoppt. Fehlentwicklungen werden nur noch korrigiert und verbessert. Falls sich dann einer der Partner (nicht das Land wg. Kostendeckel) bereit ist, das auch zu bezahlen.
Er fand es sehr entgegenkommend und nicht selbstverständlich von der Bahn und deshalb einen großen Erfolg, dass die sich auf den Filderdialüg eingelassen haben. Sollten sich dort Mehrkosten aufgrund gewünschter Verbesserungen ergeben, müsste dies eben auch, s.o., die Region übernehmen.
Sie reden mit WikiReal (Engelhardt, Frischmann etc.), aber erst, WENN deren Argumente und Einwände stichhaltig erscheinen, werden sie's unabhängig begutachten lassen ...
Klar ist aber: Es gibt nicht nur eine, sondern mehrere Wahrheiten. Wie's wirklich ist, weiß man erst, wenn gebaut ist. Dann könnte man ja immer noch ein paar Gleise oben erhalten, falls wir mit der Untauglichkeit des Kellerbahnhofs recht hätten. Das ginge aber sicher unter einem grünen OB besser ...
Falls sich unserer Meinung nach Gesetzesbrüche ergäben, stehe es ja jedem einzelnen von uns frei, zu klagen.
Dass sich der VM trotz seines sichtbar langen Arbeitstages für den durchaus offenen Schlagabtausch, der m.E. durchaus nicht einem billigen Showeffekt diente, uns noch zur Verfügung gestellt hat, war nicht selbstverständlich und anerkennenswert. Die Schlüsse daraus waren nichtsdestotrotz sehr ernüchternd.