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Eingeordnet unter: Stuttgart 21

  • Sabine Schmidt
    14
    Sabine Schmidt » #ohne-tag #BfA

    BITTE über alle Verteiler schicken:
    ---------------------------------------------------
    wir bekommen 20.000! dieses Geschäftsberichtes (8 Seiten) morgen ins Büro geliefert, d.h. ab Donnerstag gibt es ihn a.d. Mahnwache.

    viele Grüße Sabine

    Hier findet Ihr das PDF im Web:

    http://www.bahn-fuer-alle.de/media/docs/2013/AltGeschBer2012.pdf
    #ohne-tag

    7 Kommentare · Alle Kommentare laden
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      Presseerklärung der Bündnisses Bahn für Alle, 19. März 2013

      * Alternativer Geschäftsbericht der DB AG erschienen
      * Bahn für Alle kritisiert Geschäftspolitik der DB AG

      Heute hat das Bündnis Bahn für Alle mit einer Pressekonferenz in Berlin seinen neuen Alternativen Geschäftsbericht der DB AG vorgestellt.
      Da das Bündnis Bahn für Alle diesen erstmals zwei Tage vor der
      Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bahn AG präsentiert, erhalten damit alle Interessierten – nicht zuletzt Bahnchef Grube selbst – ausreichend Gelegenheit, unsere einigermaßen andere Sicht auf die Performance der Deutschen Bahn AG rechtzeitig zur Kenntnis zu nehmen.
      Diese „andere Sicht“ bezieht sich insbesondere auf vier Bereiche:

      • Kerngeschäft Schienenverkehr: Die Anteile der Schiene im Verkehrsmarkt stagnieren. Die seitens der Bahn für 2012 genannten „Rekordzahlen“ sind teilweise zu relativieren und teilweise sogar schlicht falsch.
      • Deinvestition: Die DB AG investiert nicht in ausreichendem Maß in
      Infrastruktur und Wagenmaterial. Der katastrophale Zustand von rund 90 Prozent der Bahnhöfe ist symptomatisch für diese Politik des Fahrens auf Verschleiß, was auch mit der andauernden Krise der S-Bahn Berlin dokumentiert wird.
      • Unzureichender Service: Die Pünktlichkeit der Züge, der Zustand von
      Wagenmaterial und der Infrastruktur und allgemein der Umgang mit der
      Kundschaft (aktuelles Stichwort: Verkauf der Daten von
      Bahncard-Inhabern) stehen in umgekehrtem Verhältnis zu den dreist
      steigenden Preisen für Tickets und anderen Service-Leistungen.
      • Global Player-Politik: Auf der anderen Seite betreibt die DB AG unter Bahnchef Grube eher noch mehr als unter seinem Vorgänger eine aggressive und extrem riskante Politik der Firmenübernahme im Ausland, nicht zuletzt auch in Bereichen, die mit der Schiene konkurrieren.

      Bilanz: Die Deutsche Bahn AG ist in mehrerer Hinsicht ein „Politikum“: Sie betreibt eine Art „Außenpolitik“ für die Bundesregierung (in Nahost, gegenüber Russland usw.). Sie negiert die Notwendigkeit einer langfristigen, vorsorgenden Investitionspolitik. Sie vernachlässigt ihre Hausaufgaben, das Kerngeschäft im Inland. Und sie wird vom Alleineigentümer Bund an einer derart langen Leine gehalten, dass der Schwanz mit dem Hund wackelt.
      Dieser Grundcharakter „Politikum“ wird bei „Stuttgart 21“ besonders
      deutlich. Wir bezeichnen dieses Großprojekt als Großversagen der DB AG.
      Nicht nur, dass hier bei der Kalkulation und bei den jüngsten
      Entscheidungen von Vorstand und Aufsichtsrat die Grundrechenarten
      unberücksichtigt bleiben. Die DB AG – und letzten Endes die
      Bundesregierung – missachten dabei auch die Grundlagen von Physik und
      anerkannten Regeln der Technik. Eine Ablehnung des Ausstiegs aus S21 ist schlicht Teil des vorgezogenen Bundestagswahlkampfs. Im Wahljahr sollen der Erfolg einer demokratischen Bewegung und ein Sieg der Vernunft verhindert werden.

      Bahn für Alle und die 20 in dem Bündnis zusammengeschlossenen
      Initiativen und Verbände fordern ein „Politikum Bahn“ im positiven Sinn:
      Eine Bahn, die dem Gemeinwohl und damit dem einzigen Ziel verpflichtet ist: einen optimalen Schienenverkehr hierzulande zu gewährleisten.
      Der Alternative Geschäftsbericht wird morgen bundesweit als Beilage der taz beiliegen. Außerdem ist er hier zum Download zu finden:
      www.bahn-fuer-alle.de/media/docs/2013/AltGeschBer2012.pdf ;

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      Nochmal zusammengefasst, S21-Punkt 4 bitte beachten & TV-Tipp nicht vergessen - Schönen Kopfbahnof-Abend - OBEN BLEIBEN - Köpfle zeigen!

      PM #BfA, 21.3.13, 14.35h: Adam Riese zu Rüdiger Grube: Fünf minus – setzen! Alternativer Geschäftsbericht der DB AG vom Bündnis Bahn für Alle
      vorgelegt

      Anlässlich der jährlichen Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bahn AG haben Aktivistinnen und Aktivisten vom Bündnis Bahn für Alle heute Morgen in Berlin protestiert. Mit großen Kellen, die sich zu den Worten „GEWINNWAHN“ und „GEMEINWOHL“ zusammensetzten, stellten sie den Gegensatz zwischen der von der DB AG vorgelegten Bilanz und den Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger an die Bahn dar. „Der Vorstand der DB orientiert sich nur noch nach den Bilanzgewinnen und schaut viel zu wenig darauf, welche Folgen das für die Fahrgäste und nicht zuletzt auch für die Umwelt hat“, sagte Bernhard Knierim vom Bündnis Bahn für Alle. „Seit Jahren gibt es massive Verspätungen aufgrund der Sparmaßnahmen, es herrscht das bekannte S-Bahn-Chaos in Berlin, es werden Strecken abgebaut und Bahnhöfe geschlossen – alles um einen angeblichen Gewinn in der Bilanz auszuweisen, der letztendlich ohnehin nur durch die staatlichen Subventionen zustande kommt.“
      Winfried Wolf ergänzte: „Bahnchef Rüdiger Grube präsentiert mit der
      Jahresbilanz 2012 und dem dazu gehörenden Geschäftsbericht Deutsche Bahn AG 2012 Zahlen, die den Grundrechenarten Hohn sprechen.

      * Beispiel 1: Herr Grube spricht von einem ‚Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2012‘.
      Tatsache ist, dass dem DB Konzern im selben Jahr rund 8 Milliarden Euro an Bundesmitteln zuflossen. 8 minus 2,7 = 5,3 Milliarden Euro VERLUST.

      ** Beispiel 2: Der Geschäftsbericht, den Herr Grube präsentiert, spricht von ‚einer Rekordzahl im Fernverkehr mit 131 Millionen Fahrgästen‘.
      Tatsache ist, dass es 1994 139 und 1997 sogar 152 Millionen Fahrgäste im Fernverkehr waren.
      Auch die 131 Millionen im Jahr 2012 bedeuten also 21 Millionen Fahrgäste VERLUST.

      *** Beispiel 3: Die Deutsche Bahn AG behauptet, die Preise im Bahnverkehr jeweils moderat und weitgehend entsprechend der Inflation angehoben zu haben. Tatsache ist: Seit 2003 stiegen die offiziellen Preise von Bahntickets um 35 Prozent, die offizielle Inflationsrate lag laut Statistischem Bundesamt bei 17,3 Prozent. 35 minus 17 = 18 Prozent reale Preiserhöhung.

      **** Beispiel 4: Herr Grube erklärt auf der Bilanzpressekonferenz, ein Ausstieg bei Stuttgart 21 komme die Bahn teurer als ein Weiterbau.
      Tatsache ist, dass Herr Grube vor der Volksabstimmung vom 27. November 2011 seinem Aktionär, dem Bund, und den Wählerinnen und Wählern in Baden-Württemberg fest zugesagt hatte: Die Stuttgart-21-Kosten von 4,56 Milliarden Euro sind die Obergrenze und die ‚Sollbruchstelle‘ für einen Ausstieg. Tatsache ist: 6,8 Milliarden Euro aktueller Gesamtkosten für S21 minus 4,6 Milliarden ‚Obergrenze 2011‘ = 2,2 Milliarden Euro VERLUST oder ein Überschreitung der ‚Sollbruchstelle‘ um diesen Betrag.“

      Bahn für Alle stellt fest: In den genannten vier Bereichen verletzen die Deutsche Bahn AG und Bahnchef gegen die Grundrechenarten. Das Bündnis Bahn für Alle dokumentiert in seinem neuen Alternativen Geschäftsbericht Deutsche Bahn AG 2012 Dutzende anderer solcher Beispiele für eine wenig überzeugende Bilanz. Insbesondere kritisiert das Bündnis: Die Deutsche Bahn AG weigert sich, ihre Hausaufgaben zu machen. Sie setzt den Gewinn, der weitgehend auf staatlichen Unterstützungsgeldern basiert, dazu ein, eine aggressive Aufkaufspolitik im Ausland zu betreiben. Gleichzeitig fährt sie im Inland, im eigentlichen Bahngeschäft, auf Verschleiß: eine marode Infrastruktur, vernagelte und aufgegebene Bahnhöfe und veraltetes
      Wagenmaterial dokumentieren diese ernüchternde Gesamtbilanz.

      Der Alternative Geschäftsbericht der DB AG 2012 kann hier
      heruntergeladen werden: www.bahn-fuer-alle.de/media/docs/2013/AltGeschBer2012.pdf ;

      => MEHR DAZU: www.parkschuetzer.de/statements/153280 ;

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