Eingeordnet unter: Stuttgart 21
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Infobündnis Zukunft Schiene »
Leserbrief zu http://www.parkschuetzer.de/statements/166130:
Sehr geehrte Damen und Herrn,
sehr geehrter Herr Staib,
in Ihrem o.g. Artikel findet sich ein gravierender sachlicher Fehler.
Sie zitieren die beiden Hauptargumente des Herrn von Herrmann: "Erstens sei bei der Volksabstimmung über 6,8 Milliarden Euro abgestimmt worden. Jetzt erwarte man mehr als zehn Milliarden Euro Baukosten. Zweitens: 'Stuttgart 21 ist verkehrlicher Murks.' Da werde ein 'Leistungsrückbau' als eine 'Leistungssteigerung' verkauft."
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr von Herrmann beim ersten Argument tatsächlich mit derart falschen Zahlen operiert haben sollte.
Wenn Sie sich die Mühe machen wollen, sich zu erinnern oder in Ihren Archiven nachzulesen, werden Sie leicht feststellen, dass bei der Volksabstimmung am 27. November 2011 über ein Projekt abgestimmt wurde, das mit 4,1 Milliarden Euro veranschlagt war. Herr Grube schwor bei seiner hanseatischen Kaufmannsehre, dass noch in den Tagen vor dem Urnengang bereits 95 % der kostenintensiven Tunnelarbeiten und damit 50 % aller Aufträge für Stuttgart 21 "zu Festpreisen" vergeben worden seien.
Natürlich stellte sich kurze Zeit später heraus, dass das schlicht gelogen war. Nicht wenige Tunnelarbeiten wurden erst im Frühjahr 2012 vergeben. Was in diesem Zusammenhang von der Bezeichnung "zu Festpreisen" zu halten ist, weiß jeder, der schon einmal einen Handwerker beauftragt hat. Wer sich schon einmal mit der Kostenentwicklung bei komplizierten Großprojekten befasst hat - wozu dieser Tage reichlich Gelegenheit ist in Deutschland -, zweifelte schon damals entweder an Herrn Grubes Geisteszustand oder an seiner Redlichkeit.
Eine seriöse Tageszeitung sollte darauf hinweisen, dass die Baden-Württemberger am 27.11.2011 unter den oben beschriebenen Kautelen über einen neuen Bahnhof für 4,1 Milliarden abgestimmt und sich mehrheitlich dafür ausgesprochen hatten.
Nur ein Jahr später, im Dezember 2012, präsentierte die Bahn die Kostenexplosion auf 6,8 Milliarden!
Man muss Stuttgart 21 nicht kritisieren, wenn man wie die Kanzlerin meint, die deutsche Zukunftsfähigkeit werde am Stuttgarter Hauptbahnhof verteidigt.
Bei den Tatsachen sollte man aber bleiben.Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart #presse




http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/stuttgart-21-der-lange-atem-des-widerstands-12706637.html "...
Andreas Meier
Beispiel
S21 ist ein Paradebeispiel für die Verkommenheit der Politik.
Wird dies irgendwelche Konsequenzen haben?
Nein. ... "
Das dachte auch die ehrenwerte, aber leider bis ins Mark verkommene Frau Gönner bis vor etwa 3 Tagen ...
http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuerttemberg/-/id=3477354/did=12540608/nid=3477354/1ybqo0/index.html
FAZ-Leser informieren über Murks im Ländle.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/stuttgart-21-der-lange-atem-des-widerstands-12706637.html "...
Reinhard Kropp (mainzel...) ...
Das "Drecksprojekt" wurde überwiegend in den Herrgottswinkeln...
...der schwäbischen, obrigkeitshörigen CDU-Diaspora befürwortet, in den fortschrittlichen, kritischen und gebildeten Regionen hingegen abgelehnt, Stuttgart selbst entschied sich - seiner großen Zahl Halbhöhennutznießer wegen und mithilfe einer millionenschweren Werbeaktion - mit knapper Mehrheit für das Projekt. Der Streit um das "Drecksprojekt" hat die CDU den Ministerpräsidentenposten und den Oberbürgermeisterposten in Stuttgart gekostet, eine zunehmende Anzahl Bürger erkennt, welchen immensen Zerstörungen und Belastungen ihre Stadt ausgesetzt wird, mindestens die nächsten 15 Jahre, auch die Karlsruher hat deren stadtzerstörendes "Drecksprojekt" Kombilösung den CDU-Oberbürgermeisterposten gekostet. ..."
Er hat einfach die Zahlen durcheinandergebracht, ich habe ihm natürlich die 4,5 Mrd. als Kostendeckel während der VA genannt, weiß das noch genau, es war auf dem Hbf-Turm, wo wir lange gesprochen haben. Natürlich ist das keine Entschuldigung für Herrn Staib, nur eine Erklärung.