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Eingeordnet unter: Stuttgart 21

  • Frau Wolf
    32659
    Frau Wolf » #aktuellelage #bericht #Rosenstein #rosensteinpark #Baumfällungen #B10 #B10-Tunnel #rosensteintunnel #Neckarhang #wilhelma #Fußgängerüberweg #rodungen #Elefantensteg #S21 #ros21

    #AktuelleLage #bericht #Rosenstein #Rosensteinpark #Baumfällungen #B10 #B10-Tunnel #Rosensteintunnel #Neckarhang #Wilhelma #Fußgängerüberweg #Rodungen #Elefantensteg

    Stand: 23.10.14

    Am Neckarhang gegenüber dem teilweise abgerissenen Elefantensteg wurden am oberen Hang keine weiteren Bäume oder Büsche gefällt, aber auf dem Besucherparkplatz wurde eine breite Schneise hoch in den Park gerodet. Auch weiter hinten auf dem Mitarbeiterparkplatz wird kräftig gebuddelt. Entweder dort oder vorne am Besucherparkplatz (ich habe den Plan nicht mehr genau im Kopf) soll ein Rettungsstollen als Zugang zu den späteren Tunnelröhren gegraben werden.

    Bevor ich den jetzt einseitig kahlen Weg runter zur Wilhelma lief, fiel mir bereits oben im Park auf, wie "gut" man jetzt den Lärm der Baustellen und den Straßenverkehr hören kann. Obwohl nur wenige wirklich große Bäume am unteren Hang gefällt wurden, haben das dichte Gebüsch und die Baumschösslinge den Lärm offenbar ganz gut gedämpft. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das bei weiteren Rodungen oberhalb des Weges wird. Ganz zu schweigen von den Bereichen, die für S21 freigemacht werden sollen. Mal abgesehen davon, dass der kahle Hang einfach schrecklich aussieht und der Lebensraum für Tiere praktisch verloren ist....

    Die vier Bäume, die dieses Wochenende direkt vor dem Haupteingang der Wilhelma gefällt werden sollen, sind mit roten Markierungen gekennzeichnet. Die Verlegung der SSB-Haltestelle vor den historischen Eingang wird irgendwann im Jahr 2019 oder 2020 vielleicht mal die fußlahmen Wilhelma-Besucher erfreuen, ästhetisch gesehen passt sie wie die berühmte Faust aufs Auge. Ist aber auch schon egal bei diesem ganzen Trauerspiel...

    Ungefähr zwischen Haupteingang und Wilhelma-Theater wurden die Fundamente für den neuen Fußgängersteg gegossen, auf der anderen Seite der Straße ebenfalls. Wie man auf der Neckarseite allerdings genug Platz für den Steg finden will, ist mir ein Rätsel. Dort haben ja noch nicht mal zwei Fußgänger, die aneinander vorbeiwollen, genug Platz. Vielleicht bauen sie auf der Seite ja eine Rutsche runter in den Neckar ... (Sarkasmus Ende).

    Außerdem hat der Steg noch einen anderen Schönheitsfehler. Er war eigentlich als Entlastung für den zu engen, zweiteiligen Überweg direkt am Wilhelma-Parkplatz gedacht, da es dort besonders für Gruppen gefährlich ist, über die extrem stark befahrene Neckartalstraße zu kommen. Wenn man von Bad Cannstatt über die Holzbrücke kommt, was wohl die meisten Gruppen, die zu Fuß von dort unterwegs sind, machen werden, landet man automatisch an diesem gefährlichen Überweg. Denn es gibt keine Fußgänger- und Radfahrer-Verbindung mehr auf der Neckarseite, die bis zu dem neuen Steg reichen würde - der Fußgängerweg endet vorher als Sackgasse an einem Baustellenzaun.

    Das heißt, der Steg nützt nur den Besuchern, die sich schon auf der Cannstatter Seite für den Übergang über die - ebenfalls von Autos befahrene - Rosensteinbrücke entschieden haben, dann nach links abbiegen und über den Steg marschieren. Möglicherweise gehen die meisten aber doch an der Ecke Rosensteinbrücke/ Pragstraße/ Neckartalstraße über den normalen, bereits vorhandenen Fußgängerüberweg, der für Gruppen zumindest etwas angenehmer ist, als der Fußgängerüberweg am Wilhelma-Parkplatz.
    Der neue Steg hätte also nur einen Sinn gehabt, wenn er dort aufgebaut worden wäre, wo die Leute, die über den Holzsteg kommen, ihn auch wirklich gebrauchen können, nämlich irgendwo in der Nähe des gefährlichen Überwegs am Wilhelma-Parkplatz, sonst ist er einfach Geldverschwendung. Das sind dann also zusätzlich 200.000 Euro rausgeschmissenes Geld - teure Kosmetik, mit der die Stadt beweisen will, dass sie "bürgernah" agiert... Man kann sich nur noch an den Kopf fassen.

    Mein Flickr-Album findet ihr unter diesem Link. Einige Fotos enthalten Beschreibungen (runterscrollen), alle sind auf einer Google-Karte markiert (Karte anklicken).

    https://www.flickr.com/photos/57193853@N03/sets/72157646619118773/

    Der ausführliche StN-Artikel zu den bevorstehenden Bauarbeiten an diesem Wochenende wurde im Forum schon verlinkt, hier noch mal, der Vollständigkeit halber:

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bauarbeiten-fuer-rosensteintunnel-alle-infos-zur-vollsperrung-der-b-10.601cd4d3-df1e-4f9c-b405-3448eff4c8dc.html

    Angehängtes Bild:
    rosenstein_20141023_021.JPG
    600 KB

    11 Kommentare · Alle Kommentare laden
    • Frau Wolf »

      Übrigens, an dem Treppchen am Zanthweg wurde nicht gefällt, das war ein Missverständnis. Es handelt sich um einen Sturmschaden; die Krone einer Buche war morsch und ist genau dort runtergekracht. Ich habe am Do dort ein paar Fotos gemacht und wurde gebeten, sie hochzuladen. Falls jemand interessiert ist:

      https://www.flickr.com/photos/57193853@N03/sets/72157648953821881/

      Das ist aber keine Entwarnung - dort soll später auch für S21 gefällt werden.

      Frau Wolf
      32659
    • Zwergtaucher »

      Vielleicht werden diese Bäume nicht mehr ausreichend gepflegt? Nach dem Motto "das kommt ja doch wegen S21 weg". Weil normalerweise werden Bäume aus Sicherheitsgründen überprüft, damit dies nicht passiert.

      Zwergtaucher
      34302
    • Frau Wolf »

      Stimmt, im Herbst werden die großen Bäume auf morsche Teile überprüft. Und das sehr aufwändig - ein spezieller Landschaftsgärtner-Trupp klettert sogar auf verdächtige Bäume und schaut oben im Baum "vor Ort" nach. Aber ich vermute, man beschränkt sich dabei (aus finanziellen Gründen) auf die Bäume direkt neben den Wegen. Und die besagte Buche stand weit weg vom Weg, mitten am Hang. Dass die ganze Krone abbricht und genau auf das Treppchen stürzt, konnte wohl keiner vorhersehen (sonst brechen ja eigentlich immer nur Äste ab). Also denke ich, es ist keine Nachlässigkeit, die Wilhelma-Mitarbeiter machen ihre Arbeit wie immer.

      (Natürlich wird das alles dem Hang gar nichts nützen, wenn es dort mit den Bauarbeiten richtig losgeht.)

      Frau Wolf
      32659
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