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Gestern im Bezirksbeirat
Lärmschutzwand lässt Wünsche offen
Stuttgart 21 Bezirksbeirat Mitte regt noch mehr Schallschutz an - Bahn-Vertreter winken abVon Josef Schunder (StN print)
Stuttgart Eine zehn Meter hohe und 100 Meter lange #Lärmschutzwand an der #Sängerstraße soll Bewohner des Kernerviertels vor Baulärm von Stuttgart 21 schützen. Was die Bahn unter dem Eindruck von neuen Lärmberechnungen bis Jahresende mit einem Aufwand von einer halben Million Euro errichten will, trifft im Viertel und beim Bezirksbeirat Mitte auf Zustimmung. Es sind aber auch noch Wünsche offen.
Die Lärmschutzwand sollte vielleicht nicht nur zur Baugrube 25 von Stuttgart 21 hin mit besonders lärmschluckenden Elementen ausgerüstet werden, sondern auch auf der Seite zur Straße, lautete am Montagabend die Meinung im Bezirksbeirat. Bei drei Gegenstimmen wurde beschlossen, dass die Stadtverwaltung die Sinnhaftigkeit dieser doppelseitigen Ausrüstung prüfen und dann berichten soll. Unter Umständen könnte damit verhindert werden, dass von der Wand Schall abgestrahlt und zu benachbarten Gebäuden geleitet wird, hieß es.
Die Elemente, die Schall absorbieren, seien teuer, wandten die Vertreter der Bahn ein. Noch dazu, fügte der Immissionsschutzbeauftragte beim Projekt S 21 hinzu, halte er eine derartige Ausrüstung an der Außenseite der Lärmschutzwand für nutzlos. 'Da wäre kein Unterschied zu hören, und ich halte es sogar für fraglich, ob einer auszurechnen wäre', sagte Peter Fritz. Die Lärmschutzwand, die rund drei Jahre stehen wird, werde bereits in der jetzt geplanten Form eine 'spürbare Beruhigung bringen'. Nach den Worten von Peter Fritz müssen die Bewohner des Viertels auch keine größere Belastung befürchten, wenn im Baufeld 25 zehn bis 15 Pfähle für die Gründung des geplanten Bahnhofstrogs ins Erdreich gerammt werden. Damit relativierte Fritz ein älteres Gutachtens seines Ingenieurbüros, in dem für so einen Fall erhebliche Folgen vorausgesagt worden waren.
Fritz steht seit Tagen unter verschärfter Kritik. Frank Schweizer von den S-21-kritischen Netzwerken 21 forderte, die Bahn müsse Fritz unverzüglich ablösen. Dass sich Lärmprognosen für mehrere Baustellen als falsch erwiesen, der Lärm jetzt größer ausfalle und die Bahn beim Lärmschutz nachrüsten muss, sei ein Offenbarungseid.



Dient die Mauer nur zum Lärmschutz - oder gibt es dabei eine Allegorie auf ein Bauwerk, das einst in Berlin stand ("Hier endet der demokratische Sektor")
Hat sich das mal jemand "in natura" angeschaut und überlegt, wo/wie da eine 100m lange und 10m hohe(!!!) Wand hin soll?
Das ist - so der Vertreter der Bahn - halt so wie wenn da ein Haus stehen würde, aber halt nur eine Wand. Entschädigung für Anwohner gibt es deshalb nicht.