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Eingeordnet unter: Stuttgart 21

  • Klaus Gebhard
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    Klaus Gebhard » #Schwallbauwerk #Monsterhutze #Noch-Mehr-Feinstaubgebläse #netzwerke

    Der neueste S21-Beitrag im nicht endenden Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden":

    DIE MONSTERHUTZE VOM KERNERVIERTEL!

    In der Printausgabe der StZ wurde sie heute dankenswerterweise groß abgedruckt. Allerdings merkwürdigerweise im Innenstadt-Teil, obwohl der hübsche Hingucker täglich von gut 100.000 Autofahrern passiert würde und somit die ganze Stadtgesellschaft was angeht.

    Ganz zu schweigen von allen besonders gestraften Anwohnern im Kernerviertel, die künftig nicht nur ein buchstäblich herausragendes neues Stadtwahrzeichen bewundern dürfen, sondern auch noch dessen "Funktionalität" jahrein, jahraus aushalten müssen:

    Im Alltagsbetrieb soll das "Schwallbauwerk Süd" genannte Groß-Kunstwerk den Druckluftschwall, den jeder Zug aus den engen Tunnelröhren vor sich herschiebt, noch vor Beginn der Bahnsteige nach oben "ausatmen", auf dass es dort nicht mit jedem einfahrenden Zug zieht wie Hechtsuppe oder sich gar als unangenehmer Ohrendruck auf den Trommelfellen der wartenden Passagiere niederschlägt.

    Im Brandfall wird die Luftstromrichtung mit Hilfe integrierter großer elektrischer Turbinen umgekehrt. Diese sollen dann gewaltige Mengen Umgebungsluft ansaugen (hoffentlich läuft dort dann gerade niemand vorbei!), die von dort aus in die Bahnhofshalle geblasen werden soll, in der Hoffnung, so den entstehenden Rauch aus der Halle durch die Glubschaugen-Lüfterschlitze nach oben auf den Straßburger Platz zu blasen ...

    Der dafür notwendige gewaltige künstliche Sturm wird im Bereich der Turbinen den Lärmpegel eines startenden Düsenflugzeugs erzeugen. Und natürlich muss das Anspringen und Funktionieren der Turbinen in regelmäßigen Abständen auch getestet werden, wovon sich die gesamte Stadtkesselanwohnerschaft mit eigenen Ohren regelmäßig überzeugen können wird.

    Mit anderen Worten: Wir sehen uns einer multimedialen und multisensorischen Innenstadt-Großskulptur gegenüber, die im Alltagsbetrieb jahraus, jahrein nicht nur den Betriebslärm der Bahnhofshalle samt den Feinstaubabrieb aller bremsenden Züge großzügig in die gute Umgebungsluft entlassen wird. Nein, damit es den Anwohnern nicht zu wohl wird, wird das riesenperiskopgleiche Nebelhorn des U-Bahnhofs von Zeit zu Zeit auch noch düsentriebwerksgleiche Sirenengesänge intonieren, die die Talkesselbewohner weiträumig beglücken werden ...

    Ein Prosit also auf dieses gut gehütete neuerliche S21-"Überraschungs-Ei", das "Fra Treno" für uns und die bis dato völlig ahnungslose Stadtgesellschaft nach DB-Plänen sicht- und vorstellbar gemacht hat!

    #Schwallbauwerk #Monsterhutze

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