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Wolfgang Rüter »
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zu Fall gebracht - symbolisch
Was Alexander Dobrindt als Bundesverkehrsminister bisher geplant oder zustande gebracht hat, war meist nicht das Gelbe vom Ei und mit viel (berechtigter) Kritik verbunden: Straßen-Maut, wegducken im Falle der Havarie in Rastatt, widersinnige Großprojekte auf den Weg bringen bzw. unterstützen und begleiten, wie z.B. Stuttgart 21 und den Belttunnel, ablehnen des Ausbaus und die Elektrifizierung von wichtigen Bahnstrecken und manches mehr. Und so ersannen sich die Beltretter aus Schleswig-Holsten, die gegen das geplante Großprojekt Fehmarnbelt-Tunnel kämpfen - Dobrindt hat hier seine Finger mit im Spiel - wie sie dem Bundesverkehrsminister ein Denkmal setzen könnten. Also haben die Gegner des Fehmarnbelttunnels eine überlebensgroße Betonbüste des Bundesverkehrsministers und CSU-Politikers von der Künstlerin Rosa Treß aus Bad Oldesloe anfertigen und weithin sichtbar aufstellten lassen, zugleich Alexander Dobrindt damit in diesem Jahr die Auszeichnung „Betonkopf des Jahres“ (2017) verliehen.
Zum Fehmarnbelt-Tunnel muss man wissen: Dieser droht zur wohl größten Bau- und Umweltsünde Nord-Europas zu werden. Der Tunnel bedroht das wertvolle, aber zugleich anfällige Ökosystem Ostsee, heißt es u.a. in der Begründung der Beltretter. Und weiter: Er bedroht zudem eine ganze vom Tourismus abhängende Region. Der Schaden ist sicher. Der Nutzen bleibt allerdings zweifelhaft. Niemand konnte ihn bislang zweifelsfrei nachweisen.
Vor einigen Wochen hat es der Dobrindt-Betonkopf schließlich auch nach Stuttgart geschafft - wegen des Projekts Stuttgart 21. Dort stand der Betonkopf längere Zeit an der Mahnwache gegenüber dem (Noch) Hauptbahnhof, bis er in dieser Woche nun in Berlin vor den DB-Tower am Potsdamer Platz und kurz danach vor dem Bundesverkehrsministerium von Alexander Dobrindt in der Invalidenstraße auftauchte und dort zu Fall gebracht wurde, wie es die Fotos zeigen.http://reporterderstrasse.de/fotogalerie/index.php?/category/112
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Vielen Dank an die Beltretter für das gemeinsame Schubsen.
https://pbs.twimg.com/media/DKKCg9EXcAA5rn4.jpg
https://twitter.com/BewahrtFehmarn/status/909716671862120449
Sehr gute Reportage über einen beeindruckenden Politikersturz - das war "Dobrindts UMSTIEG 21" mit anschließender Seebestattung im BELT in der Ostsee.
Man darf aber nicht vergessen wer über Herrn Dobrindt steht und die Regieanweisungen gibt bzw. die Richtlinienkompetenz hat und sich im August oder September 2010 öffentlich eindeutig für S21 ausgesprochen hat (vor dem schwarzen Donnerstag).
Wenn Herr Dobrindt von sich aus das Projekt Stuttgart 21 für beendet erklären würde, wäre er die längste Zeit Verkehrsminister oder überhaupt Politiker gewesen, auch wenn er z.B. den Bau eines Tunnels bei Garmisch-Partenkirchen seber entscheiden kann.