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Eingeordnet unter: Stuttgart 21

  • Zwiebel21
    32827
    Zwiebel21 » #info #aktion #minneralwasser #1928 #Zeitung #bohrungen #quelle-gefährdet

    Zeitungsartikel von 1928 über Mineralquellen. @Conny K.
    http://www.parkschuetzer.de/statements/80060
    Anbei eine überarbeitete Version des Zeitungsartikels mit weißem Hintergrund damit er leichter zu lesen und weiterzuverwenden ist. (z.B. Ausdruck auf farbigem Papier, Einbindung in einen Flyer,Plakat, usw.) #info #aktion

    5 Kommentare · Alle Kommentare laden
    • Conny K. »

      In den Kommentaren von meinem Statement hatte ich es auch schon mal leserlich geschrieben
      http://www.parkschuetzer.de/statements/80060

      Conny K.
      12800
    • Ben çapulcuyum »

      Wenn Schuster lesen könnte, dann würde er sich jetzt wohl sofort für einen Ausstieg aus dem Monsterprojekt S21 einsetzen.

      Ben çapulcuyum
      8018
    • Timo Kabel :) »

      leute setzt doch dazu passende tags, sonst findet man so was nicht wieder.
      #minneralwasser #1928 #zeitung #bohrungen #quelle-gefährdet

      hier der text noch mal zum lesen

      Die gefährdeten Mineralquellen Cannstatts

      Wie vor kurzer Zeit durch die Presse bekannt wurde, stieß man bei Bohrversuchen auf der Berger Insel am 5. Oktober auf eine starke Mineralquelle. Aus einer Tiefe von 29 1/2 meter hervorsprudelnd, brachte die Quelle eine Wassermenge von 120 bis 125 Sekundenlitern. Nach einer Berechnungist die fast das ganze Ergebnis der Groß-Stuttgarter Mineralquellen.
      Diese Nachricht verursachte in weiten Teilen der Cannstatter Bevölkerung Unruhe. Es bestand die Befürchtung, dass durch diese Bohrung die Cannstatter Mineralquellen in Mitleidenschaft gezogen würden. Schon einmal wurden in früherer Zeit durch Bohrungen die Brunnen ja geschädigt, dass damals die Regierung auf Antrag der Cannstatter Stadtverwaltung jedes weitere Bohren nach (?) Brunnen in Cannstatt und Umgebung verbot. Dass die befürchtungen nicht grundlos waren, zeigte sich bald. Schon nach wenigen Tagen versiegte das Veielbrünnele in der Fabrikstraße. Gleich darauf ließ das Wasser an dem starken Wilhelmabrunnen im Kursal merklich nach. Nach Verlauf von etwa 8 bis 10 Tagen lief das Wasser in dem Wilhelmabrunnen, der normal 60 bis 70 Sekundeliter gab, so schach, dass man beispielsweise zur Füllung einer Literflasche etwa 5 Min brauchte. Die Auswirkung der Bohrung erstreckte sich aber, wie es sich allmählich herausstellte, auf ALLE Cannstatter Quellen. Nicht nur bei den Brunnen und im Leuzeschen Mineralbad ließ die Wasserergiebigkeit beträchtlich nach, und auch bei allen Cannstatter Mineralbädern trat ein Rückgang des Wassers ein. Sogar der artesische (?) Brunnen im Wilhelmagarten setzte aus. Beschwerden der Geschädigten an die Stadtverwaltung setzten ein. Auch die Cannstatter Ärzte warnten öffentlich. Unter den geologischen Sachverständigen bestand Meinungsverschiedenheit. Der eine Teil der Sachverständigen befürchtete, dass selbst nach Bestopfung der neu erbohrten Quelle die Gefahr bestünde, dass das Wasser nicht mehr in die leergelaufenen Stränge zurückkehre, sondern sich in der Richtung der Bohrung einen neuen Weg suchen würde. Die Gegegseite erklärte, dass nach Abdrosselung der neuerbohrten Quelle das Wasser wieder in seine alte Kanäle zurückkehrte und nach einigen Tagen die Brunnen Cannstatts in alter Stärke wieder sprudeln würden. Recht behalten haben die letzteren.
      "Vorige Woche wurde die Quelle auf der Insel wieder abgedrosselt"
      Schon nach einigen Tagen gab der Wilhelmabrunnen im Kursaal wieder mehr Wasser und wird voraussichtlich bald wieder in gewohnter Weise sein Wasser spenden. Auch das Veielbrünnele , das zunächst noch weiter untätig blieb, setzte vorigen Sonntag zur Freude der dortigen Nachbarschaft und aller Naturfreunde wieder ein.
      Durch die Bohrung ist aber wieder aufs neue erwiesen, dass die unterirdischen Bohrungen vorsichtig vorzunehmen sind. Wenn schon nach Fertigstellung des Neckarkanals der Brunnen auf der Berger Insel errichtet werden soll, so sollte er nicht stärker als der eingegangene erschlossen werden. Eine Bohrung von 18 Zentimeter würde vollständig genügen um eine Wasserstärke, die bei dem eingegangenen Brunnen etwa 40 Sekundeliter betrug, wieder zu erhalten. Es sollte nicht mehr zugelassen werden, dass wieder eine Bohrung von etwa 70 Zentimeter Durchmesser vorgenommen wird, welche, wie es sich gezeigt hat, beinahe sämtliche Cannstatter Quellen zum Versiegen brachte.
      Da es bis jetzt nich einwandfrei festzustellen war, ob die Bohrungen im Auftrag der Neckarbaudirektion, oder der Stadtverwaltung vorgenommen wurde, wäre es Sache des Gemeinderates, hier nach dem Rechten zu sehen. Begreiflich ist es, dass die Geschädigten und weite Kreise der Cannstatter Bevölkerung warnen und für die Erhaltung ihrer Naturschätze eintreten.

      Timo Kabel :)
      308
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