AlexRompeltien
8941
AlexRompeltien PS 8941:
Meiner Meinung nach ist die Diskussion Ausstieg oder Umstieg, und wenn Umstieg, in welcher Form - sanierter Kopfbahnhof oder Kombilösung - absolut müßig. Unser vorrangiges Ziel muss weiterhin sein, S21 zu stoppen.
Ich will der Gruppe Plan B nicht die Berechtigung absprechen, einen Plan B, eine Exit-Strategie muss man immer in der Tasche haben, keine Frage.
Aber gerade beim Thema Kombilösung laufen wir Gefahr, auf den Grünen Zug aufzuspringen. Die Kombilösung wird DIE Strategie der Grünen für die nächsten Jahre werden. Stuttgart braucht in den Augen der Investoren das Rosensteinviertel und die Fläche des Abstellbahnhofs für Milliardenschwere Immobilienprojekte. Und nur mit S21 oder S21-Kombilösung ist dies zu realisieren. Und da die Grünen gerade beim Thema Feinstaub/ Stickoxide auch eher den Lobbyisten hinterher rennen und nicht dem Wohl des Volkes dienen, ist zu befürchten, dass sie dies auch beim Thema S21 machen werden.
Die Kombilösung ist aber - nach allem was ich hier von Ralf Laternser und den ING22 gelernt habe - in Bezug auf geologische Gefahren und Eingriff in das Wasser keinen Deut besser. Für die Kombilösung braucht man genauso den Nesenbachdüker, die tiefe Baugrube für die Bahnhofshalle, irgendwelche wie auch immer geartete Stützen der Hallendecke und den 8 Meter hohen Erdwall im Herzen der Stadt. Die Kombilösung zu bauen wäre also die Anerkennung des Fehlers S21 - mit kleinen Nachbesserungen. Die S21-Befürworter würden also zu ihrem Bahnhof oder Haltepunkt kommen.
Deshalb muss der Baustopp und der Ausstieg aus S21 weiterhin das Ziel - unser Ziel - sein. Wie dann die Strategie aussehen könnte um den Bahnhof als Kopfbahnhof wieder verkehrstechnisch stark zu machen (mit Parkhaus, mit Omnibussteigen, mit drittem und viertem S-Bahngleis oder wie auch immer), kann dann immer noch entschieden werden. Dazu wäre dann sowieso ein neuer Legitimierungsprozess nötig um diesen Umbau auf eine breite Basis zu stellen.
http://www.parkschuetzer.de/statements/191025
http://www.parkschuetzer.de/statements/191016
http://www.parkschuetzer.de/statements/191011
http://www.parkschuetzer.de/statements/191003
http://www.parkschuetzer.de/statements/190995
Kommentare aus diesen Statements:
1. PS 31276: wenn die Diskussion Richtung Kombilösung läuft, ist das erstmal gut, weil damit endgültig klar wird, wie FALSCH der Tiefschrägbahnhof als Lösung der Verkehrsprobleme ist. Ich denke, dass im 2. Schritt die Fehler von S21 auch bei der Kombilösung größtenteils bestehen und sichtbar bleiben und der unterirdische Teil auch dort als sinnlos erkannt wird.
2. PS 8941: Man kann auch die Kombilösung diskutieren. Aber genau wie Wolfgang geschrieben hat, die Kombilösung ist ein von den Befürwortern aufgehübschter Tiefbahnhof, der ein paar oberirdische Gleise als Ersatz für das unmögliche, nicht zu bauende 9. und 10. Gleis bekommt. Der Rest wird Immobilien geopfert.
Alle wären zufrieden, die Befürworter hätten ihren Einkaufsbahnhof mit Gleisanschluß, die Immobilienhaie ihren Glaspaläste und die Kopfbahnhof-Freunde ihren (dann inhaltsleeren) Torso mit einigen Nostalgiegleisen.
Das kann und darf nicht das Ziel der Parkschützer sein.
3. PS 8941: (...) die Ergebnisse von Plan B sind weder wertlos noch vertane Zeit. Aber wie ich oben schon sagte, brauchen wir die Ergebnisse von Plan B nicht jetzt.
(...) Ich wollte sagen, dass wir die Diskussion zur Zeit nicht brauchen. Egal ob Kombilösung oder jede andere Form von Bahnhof.
4. PS 24614: (...) Es ist dringend nötig endlich in "irgendeine" Diskussion zu kommen weil es sonst gar keine Änderung am IST geben wird. Dann wird es einfach so weiter laufen wie es eben gerade läuft. Daraus kann dann auch eine "ok wir müssen generell erstmal S21 beenden" Diskussion werden aber um zu dieser Diskussion überhaupt mal zu kommen ist K2.0 meiner Ansicht nach sehr gut geeignet (WEIL es eben nicht die Kombilösung ist).
5. PS 8941: Aber das ist der zweite oder dritte Schritt vor dem ersten. Der erste Schritt muss sein, jetzt S21 zu beenden. Wenn man mit Befürwortern diskutieren will und Alternativen aufzeigen will, dann gibt es zahlreiche Beispiele, die auch von Klaus Gebhard schon illustriert wurden, mit denen man zeigen kann wie K21 aussehen könnte. Aber darüber zu diskutieren ob K21 ein Parkhaus bekommt oder nicht ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht wichtig. Es kann irgendwann einmal wichtig werden, damit ist diese Diskussion nicht unnötig, aber sie ist zum jetzigen Zeitpunkt müßig.
Das vorrangige Ziel zur Zeit sollte Ausstieg bzw. Baustopp sein. Die Risiken Wasser, Geologie, Statik etc. wird man mit Geld, viel Geld, irgendwie lösen können. Aber am Ende wird nur Murks bei S21 herauskommen.
6. PS 11702: Eine Gegenüberstellung der verschiedenen Konzepte wär mal hilfreich, denn wenn nicht mal wir das blicken, wie soll's dann die Presse blicken und transportieren.
Was man auch dringend braucht, ist ein Name für den Plan B, den optimierten Kopfbahnhof mitsamt einem vernünftigen Netz rundrum.
Ein Problem sehe ich darin, daß es noch nie darum ging, was VERNÜNFTIGES zu bauen; warum sollte jetzt plötzlich was Vernünftiges irgendwelche Entscheider überzeugen??
7. PS 32405: "Der erste Schritt muss sein, jetzt S21 zu beenden."
Jo, ein toller Satz. Wenn er von jemandem ausgesprochen wird, der in der Lage ist, diesen Worten auch die entsprechenden Taten folgen zu lassen.
Blöderweise sind wir halt NICHT in dieser Position, und so bleibt uns halt nix andres übrig, als Druck auf die Leute auszuüben, die tatsächlich in der Lage sind, mit ihrem Machtwort S21 zu beenden.
8. PS 24391 zu der Frage, wem die Kombidiskussiuon nützt:
„Deshalb muss der #Baustopp und der Ausstieg aus S21 weiterhin das Ziel - unser Ziel - sein.“ Das IST weiterhin das Ziel.
Das Umstiegsszenario, das unsere Plan B – Arbeitsgruppe ausgearbeitet hat, soll ja genau dazu ein Hilfsmittel sein. Leider sind viele Menschen landauf, landab – auch Entscheidungsträger – der Meinung, dass ein Ausstieg aus S21 nicht mehr möglich ist. Das Umstiegskonzept dient dazu, diesen Menschen zu zeigen, dass ein Ausstieg eben sehr wohl möglich ist und dazu, bei ihnen ein Umdenken zu erreichen. Den Meldungen nach scheint das zumindest bei der Presse inzwischen bereits gelungen zu sein. Als Folge davon – je mehr Leute über die Möglichkeit dieses Ausstiegs in Form eines Umstiegs informiert sind – kann gehöriger politischer Druck entstehen. Und auch das scheint mir bereits begonnen zu haben. Politischer Druck in die Richtung, dass sich die politischen Entscheidungsträger den Ausstieg / Umstieg ganz ernsthaft überlegen müssen, weil es in der Öffentlichkeit immer unsinniger erscheint, S21 fortzuführen.
Und bitte nicht das Umstiegskonzept unserer Leute irgendwie mit dem Kombiquatsch der Grünen und ihrer Freunde vermengen. Beides hat NICHTS miteinander zu tun. Das Umstiegsszenario unserer Leute hat den vollständigen oberirdischen Erhalt der Gleisanlagen zum Inhalt. Da soll nichts tiefer gelegt werden. Lasst Euch nicht von den Grünen oder ihren Freunden in eine Pseudodiskussion über diese ominöse Kombilösung drängen. Dieses Kombilösungsgerede soll nur verbergen, dass die Grünen zu feige sind, einen Stopp von S21 zu verlangen, obwohl sie erkannt haben, dass das S21-Konzept nicht funktionieren würde.
9. PS 182: Auch ich sehe die Gefahr, dass Alternativpläne ganz leicht instrumentalisiert werden können. Wer diese Gefahr ausblendet, dürfte auch kaum in der Lage sein, dem was entgegenzusetzen, wenn's soweit ist. --- Wie lange hat's denn gebraucht, ins AB zu transportieren, dass Beteiligungen an Beteiligungsfarcen kontraproduktiv sind? --- Wie's gemeint ist, ist das eine. Aber im Zentrum, auch wenn man über die wichtige Botschaft "Umstieg ist machbar, möglich und simvoll" medial Bericht erstatten "lässt", muss immer und ganz laut und erkennbar und als Erstes der Stopp von MurkS21 stehen!! (...)
Hinweis auf ein Statement von Peter Fendrich:
Zur Kombi-Lösung:
SMA-Chef bewarb sie in der Presse (übrigens ohne Widerspruch seitens der DB!) als dreimal so gut und halb so teuer. Das ist sicherlich in beiderlei Hinsicht übertrieben, aber in deutlich abgeschwächter Form nicht falsch. Verkehrlich leistet sie je nach Anzahl oben verbleibender Gleise nahezu so viel wie ein optimierter Kopfbahnhof, möglicherweise sogar mehr.
Kostenersparnisse ergeben sich
1. durch den Wegfall des Wangener Tunnels,
2. durch das deutlich verschlankte Gleisvorfeld des Tiefbahnhofs, insbesondere durch den Wegfall der teuren Überwerfungen im Süden.
3. durch die in der Stohlerschen Erstversion nicht erforderliche Verlagerung des Abstell- und Wartungsbahnhofs nach Untertürkheim,
4. durch den einzusparenden Umbau des S-Bahnhalts Flughafen bzw. durch die Verschlankung des Flughafen-Murkses insgesamt, da die Züge von Zürich wie bisher zum Kopfbahnhof fahren würden.
Verteuert wird sie wiederum durch die Teilrückabwicklung des Grundstücksdeals. Dabei wird die Bahn aber auf weiteres Entgegenkommen durch die Stadt setzen und den Abstellbahnhof verlagern wollen.
Meine Prognose:
Sobald Schuster kein Veto mehr einlegen kann, wird man sich auf die Kombi-Lösung einigen wollen und zwar zum Preisniveau des Kostendeckels. Und am liebsten wäre es den Grünen, der Vorschlag käme von den "Pufferküssern" im AB, zumal damit der Widerstand gespalten und marginalisiert würde.
06.12.2012 um 22:58
Peter Fendrich »Korrektur: SMA-Chef Stohler
06.12.2012"
Da der Link im Text nicht mehr funzt:
10 Seiten (pdf): "Etikettenschwindel" - Auszug aus dem BUND-Jahrbuch 2012" http://www.archiv.kopfbahnhof-21.de/fileadmin/downloads/Plaene_und_Informationen/Auszug_BUND_Jahrbuch2012_1_.pdf
10. PS 34379: http://s21irrtum.blogspot.de/2016/06/warum-die-kombilosung-fur-den.html
Welche Bauwerke von Stuttgart 21 fallen bei der Kombilösung weg?
Die Rohrer Kurve wird nicht gebaut.
Die Umrüstung der S-Bahnstrecke von Rohr zum Flughafen für den Mischbetrieb S-Bahn/Regionalzüge/Fernzüge entfällt.
Der eingleisige, unterirdische Tiefbahnhof für die Gäubahn am Flughafen wird nicht gebaut.
Die Streckenkurve am Flughafen mit Umfahrung des Langwieser Sees zur Einschleifung der Gäubahn in den Fildertunnel wird nicht gebaut.
Der unterirdische Flughafenbahnhof für die Relationen Stuttgart-Ulm und Stuttgart-Tübingen einschließlich der unterirdischen Zulaufstrecken wird nicht gebaut.
Der unterirdische Hauptbahnhofteil wird nur noch sechs bzw. nur noch vier Gleise aufweisen.
Die Lichtaugen und Kelchstützen der Ingenhoven-Planung für den Tiefbahnhof entfallen ebenso wie die Schwallbauwerke und die Entrauchungs- und Entfluchtungsmaßnahmen. Möglich wird dies dadurch, dass der Tiefbahnhof an zwei Stellen - unter dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz und unter der Straße "Am Schlossgarten" - nach oben offen sein wird.
Der Untertürkheimer Tunnel mitsamt der Verzweigung in Richtung Nürnberger Straße und in Richtung Obertürkheim wird nicht gebaut.
Der Cannstatter Tunnel wird in veränderter Form gebaut, so dass seine Gleise in denKopfbahnhof führen. Der Cannstatt Tunnel löst den altersschwachen bestehenden Rosensteintunnel der Zufahrt Bad Cannstatt ab.
11. PS 11702: inhaltlich geht es (bei Möbus)
1. um die Zulaufstrecken, die ja auch von Klaus Gebhard in seinem bewegungsinternen Vortrag thematisiert werden. Dieser hat dargelegt, daß für weitere Gleise aus allen Richtungen Platz wäre. Möbus spricht aber auch die Verbindung Cannstatt-Feuerbach an.
2. NBS und Fildertunnel und Flughafen. Mir ist nicht klar, warum man den Fildertunnel bauen muß, wenn man die NBS nicht mehr stoppen kann. Vielleicht kann mir jemand diesen Zusammenhang erklären.
Welche Fassung der Kombilösung wird hier von Fritz Möbus skizziert? Das wäre vielleicht gut, das klarzustellen.
Ich habe den Verdacht, daß verschiedene S21-Gegner nebeneinanderher neue Lösungen überlegen. Sollte man sich da nicht mal schnellstens zusammentun?
12. PS 24391: Fritz Möbus fabuliert seit Jahren von seiner Kombilösung, die von uns aber keiner will, weil sie genau dieselben bautechnischen und geologischen Probleme mit sich brächte wie S21.
13. PS 11702: mir ist nicht klar, ob Möbus von einer eigenen Kombilösung schreibt oder von einem Konzept, das es schon gibt. Möbus argumentiert von der verkehrlichen Sichtweise aus, und ich finde das meistens weitgehend nachvollziehbar. Daß er die Dinge, die schon gebaut sind, in seine Überlegungen miteinbezieht, unterscheidet ihn nicht von den PlanB-Überlegungen.
Was genau die Unterschiede sind und warum was besser oder schlechter, wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher ist, würde ich gerne auf seinem Blog in Zukunft lesen.