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Klaus Gebhard »
Zu untigem Statement unseres rührigen Pit Främke zur Schwabenstreich-Trassierung der Neubaustrecke nach Ulm will ich hier für Interessierte eine denkbare Alternativtrasse aufzeigen, die weit weit sinnvoller gewesen wäre (und vielleicht immer noch ist?) als das, was da jetzt gebaut wird:
WENN MAN SCHON Milliarden Euro ausgeben und dutzende Kilometer Tunnels für eine neue Albquerung investieren möchte, dann wäre es doch sinnvoll gewesen, die unnötigen Höhenmeter, die die heutige Trasse über Amstetten/Beimerstetten zu weit nach oben führt, durch einen Scheitel- rspktv. Alb-Basistunnel zu kappen.
Ich habe dazu einmal anhand der Strecken- und Höhenangaben auf Wikipedia (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Filstalbahn) überprüft, wo die Züge auf ihrer heutigen Fahrt nach Ulm bereits die Höhenmarke von Ulm passieren. Ich bekenne, ich war selbst überrascht, dass dies bereits wenige Meter hinter dem Geislinger Bahnhof der Fall ist - siehe die Höhenangaben auf angehängtem Foto!
Die sich sofort aufdrängende zweite Frage war und ist, wie lang ein idealer weil völlig ebenerdig verlaufender Albbasis-Tunnel von dieser Stelle aus bis Ulm wohl wäre? Die Online-Geoportale, die es mittlerweile im Netz gibt und auf deren Karten sich Luftlinien genau ausmessen lassen, erbrachten das verblüffende Ergbnis: Je nachdem, wo genau man in die Zufahrtsgleise zum Ulmer Hbf einfädeln möchte, kommt man auf Distanzen von 19 bis maximal 25 km. (Um besiedelte Vororte von Ulm nicht untertunneln zu müssen, bietet es sich beispielsweise an, bereits in die langgezogene Bestandskurve bei Jungingen einzuschwenken, was obendrein eine entsprechend kürzere Tunneldistanz ergibt.)
Mit anderen Worten: Hätte man damals den Energieverbrauchs-Gesichtspunkt im Personen- und Güterverkehr der nächsten 100 Jahre zwischen Stuttgart und Ulm vorrangig beachtet, hätte man auf dieser Ideallinie immer noch deutlich weniger Tunnelkilometer bohren und bauen müssen als jetzt auf denkbar irrer "Höhenrausch-Trasse" gebaut werden (61,8 km geteilt durch 2 Röhren ergeben ja knapp 31 km Tunnelstrecke!)!
Es wäre interessant zu wissen, wieviel Energie über eine Nutzungsdauer von 100 Jahren der gesamte in dieser Zeit gefahrene Personen- und Güterverkehr auf dieser gedachten 0% Steigungs-Ideallinie gegenüber der heutigen Trasse - und erst recht gegenüber der nochmal 155 Höhenmeter weiter die Alb hoch fahrenden NBS!! - eingespart hätte werden können?!
Ich erinnere dazu nochmal an meine schon vor längerem hier eingestellte Graphik, die eine Ahnung von den Tonnagen gibt, die da allein im Personenzugverkehr tagtäglich über die Alb gewuchtet werden: http://www.parkschuetzer.de/statements/177991
All das müsste man eigentlich stets erzählen, wenn man auf das Thema NBS zu sprechen kommt, um das Gesamtbild des Blödsinns abzurunden, der da derzeit "in unser aller Namen für den Fortschritt" gebaut wird ...




Moin Klaus, was hat eigentlich unser LANDES-Verkehrsminister Herrmann zu dieser klugen Idee gesagt?
Hast Du diesen Vorschlag nicht auch im forum3 erläutert und gibt es darüber auch eine Video-Aufzeichnung?
Klaus G. bezieht sich auf http://www.parkschuetzer.de/statements/192947
Klaus,Du hast eine schöne Graphik erstellt, die Gegenüberstellung NSB zu Gotthardt-Tunnel. Die alte Strecke ist dabei auch berücksichtigt, Steilheit und Höhe der NBS sind enthalten. Mit Kopien davon (hoffentlich erlaubt) habe ich schon manchen überzeugten Proler vor den Kopf gestoßen und zum denken gebracht.
Könnte diese Graphik nicht auch als Flyer erscheinen? Solch "einfache" Bilder sprechen ohne große Diskussion für sich. Danke für diese Zusammenstellung.